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Das buddY-Programm

„Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander Lernen.“ Unter diesem Motto steht das 1999 gegründete und seither kontinuierlich ausgebaute buddY-Programm zur Förderung der sozialen Kompetenz von Schülern. 

Der Schulalltag verschärft sich zunehmend durch Gewalt, Integrationsschwierigkeiten und Suchtprobleme. Das buddY-Programm zeigt neue Wege auf, diesen Problemen konstruktiv zu begegnen – indem es Schüler aktiviert: In Projekten, die individuell auf die Schulen zugeschnitten sind, übernehmen Schüler etwa Patenschaften für jüngere Mitschüler, helfen anderen beim Lernen, setzen sich als Streitschlichter ein oder engagieren sich in sozialen Einrichtungen. Auch im Unterricht werden die Fähigkeiten der Schüler genutzt und gefördert, zum Beispiel wenn sie als „Chef für eine Aufgabe“ dafür verantwortlich sind, der ganzen Klasse Lerninhalte zu vermitteln.

Das Engagement stärkt wichtige soziale Kompetenzen der Schüler wie beispielsweise Perspektivenwechsel, Reflexionsfähigkeit, Kooperations- und Konfliktfähigkeit sowie Kommunikationskompetenz. Das Programm schärft das Bewusstsein für die Bedürfnisse anderer und die Fähigkeiten jedes einzelnen. Schüler achten aufeinander, sie lernen von- und miteinander, sie sind füreinander da: Sie übernehmen Verantwortung und erleben Akzeptanz. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Fähigkeit zur Konfliktlösung.

Lehrer und Schulsozialarbeiter unterstützen die Schülergruppen als Coaches – beim Lernen oder in Projekten außerhalb des Unterrichts. Sie erleben, wie Schüler lernen, ihre Probleme selbstständig zu lösen.

Speziell ausgebildete und erfahrene buddY-Trainer begleiten die Einführung und stehen der Schule auch später als Berater zur Seite. Mit dem buddY-Prinzip gewinnen alle – Schüler, Lehrer und die Schule insgesamt:
 

  • Schüler erwerben Kompetenzen, von denen sie ihr Leben lang profitieren: Sie lernen, verantwortlich zu handeln und Konflikte zu lösen.
  • Lehrer werden langfristig entlastet: Das buddY-Prinzip greift nicht nur bei Problemen außerhalb des Unterrichts, sondern auch im Unterricht.
  • Schule gewinnt an Wert: Der offene und rücksichtsvolle Umgang von Schülern und Lehrern verändert das Schulklima und macht alle Beteiligten leistungsfähiger.

Bereits in sechs Bundesländern – Berlin, Niedersachsen, Hamburg, Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen  – ist das buddY-Prinzip dank der Kooperation mit den Kultusbehörden offizielles Schulprogramm. Über 800 Schulen mit 410.000 Schülern nehmen insgesamt teil. Mit weiteren Bundesländern laufen die Verhandlungen.

Um dem Programm eine eigene Plattform zu geben, rief die Vodafone Stiftung Deutschland 2004 den buddY E.V. ins Leben. Präsidentin des Vereins ist Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth. Der buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland möchten möglichst vielen weiteren Schulen, die Arbeit mit dem buddY-Programm ermöglichen. Mittelfristig soll das Programm an 1.000 Schulen in den teilnehmenden Bundesländern eingeführt werden.

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Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises

Broschüre zum Masterstudiengang Demokratiepädagogik der FU Berlin

04.04.2012

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