Pressemitteilungen

02.04.2012 | buddY-Programm

Gemeinsam beschlossene Regeln werden leichter akzeptiert

Projekt des Monats März: Peacemaker-BuddYs des Landorf Köniz in der Schweiz für ihr Engagement um friedvolles Schulklima ausgezeichnet

Köniz in der Schweiz/Düsseldorf, 02. April 2012 – Heute wurden fünf Schüler des Schweizer Landorf Köniz – Schlössli Kehrsatz, Zentrum für Sozial- und Heilpädagogik, geehrt, die sich als BuddYs (engl. für Kumpel, Freund) engagieren. BuddYs, das sind Schüler, die gegenseitig Verantwortung leben. Mit dem Landorf Köniz startete das aus Deutschland stammende buddY-Programm im Sinne einer „offenen Ressource“ im Jahr 2010 erstmals auch in der Schweiz. Als „Peacemaker-BuddYs“ machen die BuddYs aus Köniz ihrem Namen alle Ehre: Sie setzen sich für ein friedliches Klima und ein respektvolles Miteinander ein. Die Preisträger erhielten vom buddY E.V. Urkunden und buddY-Pullover. Die Auszeichnung „buddY-Projekt des Monats“ wird in Deutschland regelmäßig bundesweit durch den buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland vergeben.

Bevor es die Peacemaker-BuddYs im Landorf gab,  kam es hier häufiger zu Streitereien und Missverständnissen. Doch seit die BuddYs „im Einsatz“ sind, geht es deutlich friedvoller zu. „Auf dem Pausenhof ist es ruhiger geworden“, berichtet die fünfzehnjährige Romina, eine der BuddYs. „Die Schülerinnen und Schüler haben mehr Respekt voreinander. Es hat sich eigentlich sehr viel verändert.“ Die BuddYs gehören zu einer Gruppe von rund 35 Kindern und Jugendlichen, die im Landorf Köniz in einer Wohngruppe leben und dort die interne Sonderschule besuchen.

buddY-Tätigkeit verhilft Schülern zu mehr Sozialkompetenz

Evelyn Kiefer, eine der buddY-Coaches, freut sich über das kooperative Zusammenwirken der Schüler und die positiven Veränderungen, die sie mit ihrem Engagement erzielen. Es herrscht „ein allgemein friedlicheres Klima und es gibt mehr konstruktive, verbale Klärungen von Konflikten.“ Durch ihr selbständiges Handeln haben die Schüler „mehr Selbstvertrauen in ihre eigenen Stärken erlangt“, so Kiefer. Die Lösungen, die die Peacemaker-BuddYs und die Schüler entwickeln, „werden gerne akzeptiert, da sie gemeinsam gefunden und beschlossen wurden.“ Diese Tatsache kommt auch bei den anderen Lehrern im Landorf gut an. Denn sie werden bei Konflikten immer seltener hinzugezogen. mehr

30.03.2012 | buddY-Programm

Niedersächsisches Kultusministerium und buddY E.V. verlängern Kooperation

buddY-Programm wird in Niedersachsen ausgeweitet

Der Niedersächsische Kultusminister, Dr. Bernd Althusmann, und der geschäftsführende Vorstand des buddY E.V., Roman R. Rüdiger, haben die Fortführung des buddY-Programms in Niedersachsen besiegelt: Beide verlängerten mit ihrer Unterschrift eine seit sechs Jahren bestehende Kooperation um mindestens weitere zwei Jahre. Ab 1. April 2012 wird das buddY-Programm, das von der Vodafone Stiftung Deutschland bundesweit gefördert wird, an den rund 130 teilnehmenden niedersächsischen Schulen fortgeführt und zugleich auf weitere Schulen ausgedehnt. In insgesamt sechs Bundesländern gestaltet der buddY E.V., der sich als Forum für Neue Lernkultur versteht, inzwischen als fester Partner der Schulministerien die Bildungslandschaft mit. Mehr als 1.000 Schulen haben bundesweit ein buddY-Training absolviert.

Hannover/Düsseldorf, 30. März 2012: Das buddY-Programm rückt Schüler und ihre Bedarfe in den Mittelpunkt von Schule. Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.“ entwickeln Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern buddY-Projekte, die ein neues Rollen- und Haltungsverständnis aller Beteiligter nach sich ziehen und nachhaltig positive Auswirkungen auf das Schulklima haben. Ziel des Programms ist es, Schülern möglichst vielfältige Räume für selbstständiges Lernen und eigenmotiviertes Handeln zu eröffnen. Parallel möchte es Lehrer befähigen, die individuellen Potenziale der Schüler zu unterstützen und zu stärken. Der Ansatz fördert die kognitiven Fähigkeiten der Heranwachsenden gleichermaßen wie die sozialen und emotionalen.

„Kinder sollen an Schule teilhaben, das ist das Anliegen des buddY-Programms. Das befürworten wir sehr. Wir haben es von Anfang an als Landesprogramm in ganz Niedersachsen eingeführt und wollen es nicht nur fortsetzen sondern auch weiterhin ausdehnen“, begrüßt Dr. Bernd Althusmann die verlängerte Zusammenarbeit mit dem buddY E.V. „Die Erfahrungen mit buddY zeigen: wenn man Kinder in ihren Fähigkeiten bestätigt, hat das viele positive Effekte. Vor allem entwickeln sie selbständig Lösungen für die Herausforderungen des Schulalltags.“

„Seit 2005 fördern wir buddY in Niedersachsen“, sagt Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. „Es nachhaltig zu verankern, ist uns sehr wichtig, denn schließlich ist es ein Programm mit dem Lehrer Schülern Türen öffnen – mit erwiesener Maßen positiven Effekten für Schule, für Schüler aber auch für die Gesellschaft.“

Mehr als 400 Pädagogen haben bereits ein Training zum buddY-Coach absolviert. Es befähigt sie dazu, die Haltung eines Lernbegleiters für die BuddY-Schüler einzunehmen. Insgesamt mehr als 2.500 BuddYs (engl. für Kumpel) engagieren sich zurzeit in über 300 Praxisprojekten, die kooperative Ansätze im Rahmen der Peergroup-Education oder des Peer-Helpings verfolgen. An die jetzt vereinbarte Kooperation schließt sich im Mai 2012 eine Ausschreibung für weitere interessierte Grundschulen und Sekundarstufen an, die das buddY-Programm einführen möchten. (Weitere Informationen im niedersächsischen Schulverwaltungsblatt und unter www.buddy-ev.de)
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06.03.2012 | buddY-Programm

Gemeinsames Kochen stärkt Schülerzusammenhalt

Projekt des Monats Februar: BuddYs des "internationalen Kochstudios" der Realschule Lehrte-Süd für ihr Engagement ausgezeichnet

Lehrte/Düsseldorf, 06. März 2012 – Heute wurden zwölf Schüler aus den Jahrgängen acht bis zehn der Lehrter Realschule geehrt, die sich als BuddYs (engl. für Kumpel, Freund) engagieren. Sie treffen sich immer mittwochs mit 16 jüngeren Mitschülern zum „internationalen Kochstudio“. Durch das gegenseitige Helfen der Schüler untereinander beim gemeinsamen Kochen (Peer-Helping-Konzept) lernen sich die Schüler besser kennen und entwickeln wichtige soziale Kompe-tenzen, wie mehr Verständnis füreinander. Die Preisträger erhielten vom buddY E.V. Urkunden und buddY-Pullover. Die Auszeichnung „buddY-Projekt des Monats“ wird regelmäßig bundesweit durch den buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland vergeben.
Ob türkisches Börek, asiatische Frühlingsrollen oder italienische Minestrone: Beim buddY-Projekt „internationales Kochstudio“ schwingen die BuddYs und ihre jüngeren Mitschüler fleißig die Kochlöffel. „Das innovative Projekt ist ein gelungenes Beispiel für ein miteinander Lernen, in diesem Fall sogar mit kulinarischer Kreativität. Ich freue mich, dass dabei der Spaß nicht zu kurz kommt und zudem schmackhafte Köstlichkeiten entstehen“, sagt Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Die kochenden Kleingruppen sind so organisiert, dass die BuddYs gemeinsam mit den Jüngeren jeweils Rezepte durchsprechen, anfallende Arbeiten planen und diese einteilen. Dann geht‘s los: Es wird geschnippelt, gerührt und abgeschmeckt. Das Beste daran: Am Ende machen sich alle gemeinsam über das leckere „Resultat“ her. Selbstverständlich für die Köche ist, dass sie anschließend ganz ohne Murren, die Schulküche wieder herrichten.

Das Projekt erfreut sich größter Beliebtheit

Positive Effekte der wöchentlichen Kochtreffen sind, dass sich die Schüler näher kommen, dass Probleme in der Gruppe konstruktiv gelöst werden und vor allem, die BuddYs wachsen daran, Aufgaben zu koordinieren und ihre Gruppen zu leiten. buddY-Coach Angelika Spiekermann: „Aus meinen Beobachtungen lässt sich sagen, dass unser buddY-Projekt dazu beiträgt, dass große und kleine Schüler sowie Lehrer mehr Verständnis füreinander haben. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und offen.“ Das findet auch die 16-jährige Janin: „Es macht mir großen Spaß mit Kindern zu arbeiten. Ich kann sehen wie sie dazu lernen und sich weiterentwickeln. Es sind regelrechte Freundschaften entstanden.“

buddY-Coach erfährt spannende neue Lehrerrolle

Bereits seit 2007 betreut Frau Spiekermann das internationale Kochstudio. Sie setzt auf die Selb-ständigkeit der Jugendlichen und hält sich bei den Treffen bewusst im Hintergrund. Das Helfen von Schüler zu Schüler ist in vielen Fällen einfach wirkungsvoller als von Erwachsenem zu Schüler. Sie erläutert: „Für mich als Lehrerin ist es eine neue Erfahrung, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Meine Aufgaben als buddY-Coach sind fast nur organisatorische und aufsichtsführende. Die Rollen zwischen den BuddYs und mir sind klar definiert.“
Die Begeisterung aller Beteiligten bei den wöchentlichen Kochtreffen beweist, wie gut diese Rollenverteilung funktioniert. mehr

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