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"Mit ARTigen Jugendlichen müssen wir keine Angst vor der Zukunft haben"

ARThuro im Gespräch mit der Vodafone-Stiftung

Thomas Holtmanns ist seit 2004 einer von zwei Geschäftsführern der Vodafone-Stiftung. In diesem Rahmen unterstützt er neben anderen Projekten auch die Arbeit von Düsseldorf ist ARTig. Mit ARThuro sprach er über die Arbeit der Stiftung und die Gedanken hinter ARTig.

ARThuro Die Leitbegriffe der Vodafone-Stiftung sind soziale Mobilität, Integration und Bildung. Wie werden diese Punkte in der Stiftung und mit Bezug zu Düsseldorf ist ARTig verwirklicht?

THOMAS HOLTMANNS: Wir begreifen Bildung als den Hebel für soziale Mobilität. Die übliche Schulbildung reicht da aber lange nicht aus. Projekte wie Düsseldorf ist ARTig tragen zur Persönlichkeitsbildung bei. Aus den Teilnehmern werden Vorbilder für andere, die die Stabilität unserer Gesellschaft stützen. Wir vermitteln Bildungsfähigkeit, brechen soziale Umgebungen auf und haben so auch Einfluss auf den weiteren Lebensweg junger Menschen.

Was macht solche Projekte so wichtig?

Wir leben in Zeiten, die einer exponentiell wachsenden Entwicklung unterliegen. Unser Weltwissen verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre und die Gesellschaft wird immer heterogener. Wir müssen lernen damit umzugehen.

Wie stehen Sie persönlich zu Düsseldorf ist ARTig?

Ich habe tatsächlich das Glück, dass mich Düsseldorf ist ARTig nicht nur beruflich beschäftigt, sondern auch persönlich überzeugt. Wir haben hier einen einmaligen Ideenwettbewerb. Wird eine Bewerbung angenommen, so hat man schon gewonnen. Die Teilnehmer haben die Chance einer qualifizierten Betreuung und die Möglichkeit sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei ist das ARTig-Festival kein Selbstläufer: Die Jugendlichen müssen Eigeninitiative an den Tag legen und den Mut beweisen, sich auf sich selbst und andere zu verlassen.

Bei Düsseldorf ist ARTig sind junge Leute die Experten. Ist das ein Zukunftsmodell?

Mir sind in Zusammenhang mit den letzten Festivals ein paar Dinge im Kopf geblieben: Projektkoordinatorin Muna Zubi hat junge Menschen als unseren nachwachsenden Rohstoff bezeichnet. Ich selbst empfinde Jugendliche als einen innovativen Pool an Kreativität  und Energie. Dass wir die Fähigkeiten dazu vermitteln ist noch wichtiger als reines Faktenwissen an den Mann zu bringen. Mit einer ARTigen Jugend müssen wir keine Angst vor der Zukunft haben.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Holtmanns.           
Wir danken der Stiftung für die gute Zusammenarbeit.

Von Johanna Block 

 

14.11.2011

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