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Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin

Mit dem in 2006 eingeweihten Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln setzt die Vodafone Stiftung einen großen Meilenstein für die langfristige Sicherung von Schmerztherapie und Palliativmedizin bei Kindern. 

Mit Hilfe des weltweit einzigartigen interdisziplinären Konzepts des Vodafone Stiftungsinstituts für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln entstehen neue Möglichkeiten bei Entwicklung und Umsetzung wirksamer Behandlungsmethoden für Kinder mit chronischen Schmerzen oder lebenslimitierenden Erkrankungen.

Die Schmerzbehandlung bei dieser Zielgruppe steckt in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen. Auch die ganzheitliche Palliativersorgung schwerstkranker und sterbender Kinder und Jugendlicher ist ein weitgehend ausgeklammertes Thema. Laut einer 2005 veröffentlichten Studie der Universität Lübeck leiden immer mehr Kinder unter chronischen Schmerzen. Etwa 250.000 Kinder in Deutschland sind von Kopf-, Bauch-, Glieder oder Rückenschmerzen betroffen. 

Zu den neuen Wissenschaftsaktivitäten am Vodafone Stiftungsinstitut gehören u. a. Untersuchungen zur Langzeiteffizienz von ambulanten und stationären Schmerztherapieprogrammen, Auswirkungen von chronischen Schmerzen bei Kindern auf Lebensqualität und psychosoziale Entwicklung, Medikamentenstudien (Nebenwirkungen, Zulassung, Anwendung) sowie in der Palliativversorgung die Symptomforschung.

Ziel der Arbeit ist neben der Behandlung von Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet auch die Schließung einer Ausbildungslücke. Das Institut wird erste anerkannte Weiterbildungsstätte für Kinderschmerz- und Palliativmedizin.

Ähnliches gilt für Kinder mit lebenslimitierenden Erkrankungen, solchen, bei denen es keine realistische Hoffnung auf Heilung gibt. In Deutschland leben derzeit mehr als 22.000 Kinder mit solchen Erkrankungen, jährlich sterben etwa 1.500 bis 3.000. Häufigste Ursache sind Fehlbildungen im Mutterleib, neurologische Erkrankungen und Krebserkrankungen. Die häusliche medizinisch-pflegerische und psychosoziale Versorgung von sterbenden Kindern durch ein multidisziplinäres Team ist gegenwärtig nicht gewährleistet. 

Mit dem neuen Institut dehnt die Vodafone Stiftung ihre Hilfe für viele betroffene Kinder aus. Die Stiftung hatte schon 2003 die Vernachlässigung dieser Disziplin in Deutschland erkannt und unter Federführung des Chefarzts, Priv.-Dozent Dr. Boris Zernikow, den Aufbau der Schmerzambulanz finanziell unterstützt. Bereits 2.000 seither behandelte Kinder und Jugendliche belegen den Bedarf.

 

Infobroschüre Kinderpalliativzentrum Datteln

23.04.2010

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