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23.01.2012 | buddY-Programm
Projekt des Monats Januar: Lippstädter BuddY-Schüler der Graf-Bernhard-Realschule für soziales Engagement ausgezeichnet.

Für die BuddYs (v.l.: Roman Olbrich, Marvin Rölleke, Diana Leineweber, Spiridon Kautsanis) der Graf-Bernhard-Realschule aus Lippstadt-Lipperode ist es Ehrensache, dass sie sich für Menschen mit Behinderungen einsetzen.
MerkenLippstadt-Lipperode/Düsseldorf, 23. Januar 2012 – Heute wurden 33 BuddYs aus den Klassenstufen 9 und 10 der Graf-Bernhard-Realschule geehrt, die sich als BuddYs (engl. für Kumpel, Freund) engagieren. Das Besondere: Ihr Einsatz geht über die Schulgrenzen hinaus, bis in den Stadtteil hinein. Sie setzen sich für die Bewohner des Josefshauses ein, wo Menschen mit Behinderungen leben und arbeiten. Die BuddYs sind für die Bewohner zu gern gesehenen, hilfsbereiten „Kumpel“ geworden. Gemeinsam erleben sie viele Freizeitaktionen. Die Preisträger erhielten vom buddY E.V. Urkunden und einen Scheck über 350 Euro. „Die buddY-Schüler zeigen, wie Integration und Verantwortung gelebt werden können. Sie haben Vorbildcharakter“, sagte Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Auch der Lippstädter Bürgermeister Christof Sommer ehrte den Verdienst der BuddYs um ein ve-rantwortungsvolles Zusammenleben mit einer Laudatio. Die Auszeichnung „buddY-Projekt des Monats“ wird regelmäßig bundesweit durch den buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland vergeben.
Verändert hat sich durch den intensiven Kontakt das Verhältnis der Schülerinnen und Schüler zu den Menschen mit Behinderungen. Zuvor kam es laut Lehrerin und buddY-Coach Elisabeth Sadowski vor, dass Bewohnerinnen und Bewohner des Josefshauses von Schülern geärgert wurden. Seit die BuddYs jedoch von den unterschiedlichen Krankheitsbildern wissen und sie Personen zuordnen können, ist eine ganz andere persönliche Ebene entstanden. BuddYs vermitteln nun, wenn jüngere Schüler sich einmal unangemessen verhalten. „Es ist eine Normalität entstanden, Berührungsängste wurden abgebaut. Wenn Schülerinnen und Schüler mit den Bewohnern zusammen treffen, ergeben sich Gespräche, die für beide Seiten positiv sind“, sagte buddY-Coach Elisabeth Sadowski.
„Die Menschen im Josefshaus sind nicht mehr alleine, sie merken, dass sie dazu gehören“
Die BuddYs lassen sich viele Aktionen für die Bewohner einfallen. Eine Menge Spaß hatten alle bei der letzten Weihnachtsfeier in der Schule. Ehrensache ist es für die BuddYs, dass sie den Bewohnern regelmäßig bei organisatorischen Aufgaben für den Musiksommer in Lipperode zur Hand gehen. Highlights sind die gemeinsamen Besuche beim Schützenfest, bei dem die BuddYs die Rollstuhlfahrer schieben sowie die gemeinschaftliche Teilnahme beim Umzug der „Lippstädter Herbstwoche“.
Die BuddYs sind ein Gewinn für ganz Lipperode
„Unkompliziert und mit viel Kreativität – gerade bei der eigenständigen Organisation von Spielnachmittagen und vor allen Dingen die Unvoreingenommenheit gegenüber den Bewoh-nern“, so lobend beschreibt Eva Brechtgen, die Abteilungsleiterin Wohnen des Josefshauses die BuddYs.
Über die heutige Auszeichnung und Ehrung, die unter anderem von Bürgermeister Sommer persönlich ausgesprochen wurde, freuten sich die Lippstädter BuddYs sehr. Und, sie planen bereits neue Unternehmungen mit den Josefshaus-Bewohnern.
Das buddY-Programm – Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.
Das Ziel des buddY-Programms („buddy“ = englisch für Kumpel) ist es, dass Schule nicht nur reine Wissensvermittlung leistet, sondern eine zentrale Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungs-Kompetenzen ist, die Schüler für ihr Leben brauchen. Schüler übernehmen als BuddYs in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit gestärkt. In Nordrhein-Westfalen arbeiten Schulen bereits seit 1999 mit dem buddY-Programm. Seit Februar 2010 ist das buddY-Programm offizielles Schulprogramm in NRW für alle Schulen der Sekundarstufe 1 im Ganztag. Aktuell können sich alle Schulen der Sekundarstufe 1 im Ganztag unter www.buddy-ev.de noch bis zum 15.10.2011 für das buddY-Programm bewerben.
buddY E.V. – Forum Neue Lernkultur
Der buddY E.V. mit Sitz in Düsseldorf wurde 2005 gegründet und ist Träger der Programme buddY und familY. Präsidentin des Vereins ist Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth. Das Ziel ist es, mit den beiden Programmen Menschen zu verantwortlichem Handeln und aktiver gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Um dies zu erreichen, bedarf es einer veränderten Lernkultur in Schulen und Familien, die die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Im buddY-Programm für soziales Lernen – 1999 initiiert von der Vodafone Stiftung Deutschland – bestimmen Schüler gleichberechtigt das Schulleben mit. Das familY-Programm will Familien erstmals in ihrer Bedeutung als zentrale Bildungseinrichtung stärken. (www.buddy-ev.de)
Vodafone Stiftung Deutschland
Die Vodafone Stiftung Deutschland ist Initiator und Hauptförderer des buddY-Programms und unterstützt die Umsetzung des Programms jährlich mit einer Summe von rund 1 Million Euro. Dabei fördert die Stiftung gemeinsam mit dem buddY E.V die Etablierung nachhaltiger Strukturen für das buddY-Programm. Darüber hinaus wirkt die Stiftung als bildungspolitischer Think-Tank. Im Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität fördert und initiiert die Stiftung Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Dabei geht es der Stiftung vor allem darum, benachteiligten Kindern und Jugendlichen sozialen Aufstieg zu ermöglichen. (www.vodafone-stiftung.de)
Unfallkasse NRW
Die Unfallkasse NRW mit rund 750 Beschäftigten ist ein Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand für die gesetzliche Unfallversicherung und ein Zweig des Sozialversicherungssystems der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist zuständig für rund 5 Millionen Versicherte, davon alleine fast 3,5 Millionen Schülerinnen, Schüler und Studierende. Im Rahmen ihrer schulischen Präventionsarbeit unterstützt sie Kindertageseinrichtungen und Schulen, die Gesundheitsförderung und Prävention in die Entwicklung ihrer Qualität integrieren.
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