Pressemitteilungen Vodafone Stiftung Deutschland http://www.vodafone-stiftung.de Aktuelle Meldungen von www.vodafone-stiftung.de. de-de Vodafone Stiftung webmaster@vodafone-stiftung.de 60 Aktuelles: http://www.vodafone-stiftung.de/images/corporate/Logo.png http://www.vodafone-stiftung.de <![CDATA[Integrationsstrukturen auf dem Prüfstand: SVR kritisiert unzureichend koordinierte Integrationspolitik im deutschen Föderalismus]]> Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) kritisiert im Jahresgutachten 2012 das Neben- und Gegeneinander von Bund, Ländern und Kommunen in der Integrationspolitik. Dringend erforderlich: bessere Koordination, Kooperation und Vernetzung; Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich; bessere Ausrichtung der integrationspolitischen Zuständigkeiten auf der Bundesebene. Gesamtbewertung: föderale Strukturen in der Integrationspolitik bedingt tauglich; Integrationsbarometer: Integrationsklima in Deutschland, trotz aufgeregter Debatten, anhaltend positiv.

Berlin, 8. Mai 2012. Das Jahresgutachten 2012 des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) analysiert, wie funktionstüchtig die integrationspolitische Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist. Dabei zeigt sich deutlich die Schattenseite des Föderalismus: Die Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen und Verwaltungsaufgaben auf unterschiedliche Akteure in Bund, Ländern und Kommunen führt zu zahlreichen parallelen, sich überschneidenden und sogar konkurrierenden Zuständigkeiten, die eine effektive Bündelung integrationspolitischer Maßnahmen erschweren. Zudem verfolgen die Akteure – je nach politischer Färbung – oft sehr unterschiedliche integrationspolitische Agenden.

„An den Schnittstellen von Föderalismus und Integrationspolitik fehlt ein Masterplan“, kritisierte der SVR-Vorsitzende Prof. Dr. Klaus J. Bade. „Das schlecht koordinierte Mit-, Neben- und sogar Gegeneinander der verschiedenen politischen Akteure hat zu einem Wildwuchs integrationspolitischer Einzelmaßnahmen geführt, bei denen das Rad oft mühevoll immer wieder aufs Neue erfunden wurde.“ Neben konzeptstarken Integrationserfolgen und konzeptschwachem oder konzeptlosem Durchwursteln gebe es auch Umsetzungshindernisse, Finanzierungsblockaden und sogar handlungslähmende Wahrnehmungsprobleme. Koordination und Vernetzung von Integrationspolitik im föderalen System seien, so die kritische Bestandsaufnahme des SVR-Vorsitzenden, „zwar insgesamt funktionstüchtig, aber bereichsweise nur bedingt tauglich und dringend verbesserungswürdig.“

Das SVR-Integrationsbarometer fällt – trotz der 2010/2011 aufgeregt geführten Integrationsdebatte – überraschend positiv aus. Der Vergleich mit den 2009 erstmals erhobenen Daten zeigt: Das pragmatisch-positive Integrationsklima hat sich 2011 verfestigt. Der Integrationsklima-Index (IKI), der die Einschätzungen und Erfahrungen im Integrationsalltag auf beiden Seiten der Einwanderungsgesellschaft misst, ist weitgehend stabil. Der Index aus den Bereichen Bildung, Arbeit, Nachbarschaft und soziale Beziehungen liegt für Zuwanderer bei 2,87 und ist damit sogar noch etwas positiver als der der Mehrheitsbevölkerung (2,66). Beide IKI-Werte liegen über dem Mittelwert von 2 (Skala von 0 bis 4) und signalisieren ein anhaltend freundliches Integrationsklima. Dies gilt, etwas geringer ausgeprägt, auch für die beiden ostdeutschen Befragungsregionen Berlin/Brandenburg und Halle/Leipzig.

„Das Integrationsbarometer zeigt, dass sich die Bevölkerung von aufgeregten oder gar hysterisch geführten Integrationsdiskussionen nicht lange beirren lässt“, sagte Klaus J. Bade. „Auf beiden Seiten der Einwanderungsgesellschaft dominiert kritischer Integrationspragmatismus und verhaltener Integrationsoptimismus.“ Für das Integrationsbarometer wurden über 9.200 Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt, erstmals auch in Ostdeutschland.

Kommunen unterstützen, Potenziale besser nutzen

In den Kommunen findet pragmatische Integrationspolitik statt. Das gilt vor allem für die konkrete Umsetzung in Schlüsselbereichen wie vorschulische Bildung, Schule oder Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Bei der Erfüllung der integrationspolitischen Aufgaben werden die Kommunen bislang jedoch oft allein gelassen. Es fehlt vor allem an einem systematischen Austausch von erfolgversprechenden Integrationskonzepten und Best Practice-Beispielen sowie konkreter Beratung. Die Kommunen müssen stärker unterstützt werden, damit sie die Potenziale besser nutzen können.

„Wir brauchen eine Instanz, die wechselseitiges kommunalpolitisches Lernen und Vergleichen verantwortlich organisiert und dafür geeignete Netzwerke und Plattformen bereitstellt. Wir empfehlen dazu eine zentrale Serviceagentur für kommunale Integrationspolitik“, sagte Bade. Ihre Aufgaben wären vertikale und horizontale Vernetzung, Informationstransfer und begleitende Beratung bei der Übertragung von andernorts erprobten Konzepten und Modellen. Die Agentur könne neu geschaffen, aber auch – zweifelsohne kostengünstiger – an bestehende Einrichtungen angeschlossen werden, etwa an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder an die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). Die zentrale Serviceagentur unterstützt die Kommunen bei einer proaktiven Integrationspolitik. Dies würde Kommunen in die Lage versetzen, ihre Handlungsspielräume besser als bisher zu nutzen.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe. Doch vielfach betrachten die Kommunen die ihnen zur Verfügung stehenden Maßnahmen und Instrumente nicht als Teil der Integrationspolitik. Dies spiegelt sich auch in der Wahrnehmung der Bevölkerung wider. Das Integrationsbarometer zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten ohne Migrationshintergrund und fast zwei Drittel der Befragten mit Migrationshintergrund der Politik auf Bundes- und Landesebene ein hohes integrationspolitisches Engagement zuschreiben. Der Wert für die Kommunalpolitik liegt mit 44,0 bzw. 48,8 Prozent aber deutlich niedriger. Bade: „Kommunale Integratonspolitik wird klar unter Wert kommuniziert.“

Das Jahresgutachten zeigt aber auch: Die Rahmenbedingungen für Integration sind vor Ort sehr unterschiedlich. Die strukturell-rechtlichen, demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden zu einer SVR-Gemeindetypologie mit zwölf Typen verdichtet, denen die Gemeinden Deutschlands zugeordnet werden können. Dabei zeigen sich erhebliche regionale Differenzen: In Bayern z.B. wohnen die Menschen vorwiegend in kleinen Gemeinden mit hohem Ausländeranteil und niedriger Arbeitslosenquote. In Nordrhein-Westfalen hingegen dominieren große Gemeinden mit hoher Arbeitslosenquote und hohem Ausländeranteil. Wenn aber  Kommunen unbesehen ihrer Finanzkraft immer mehr Integrationsaufgaben übertragen bekommen, müssen sie dazu nötigenfalls auch besser ausgestattet werden. Ansonsten ist wahrscheinlich, dass finanzielle Unterschiede sich auch in der kommunalen Integrationsförderung niederschlagen.

Synergieeffekte zwischen Bund, Ländern und Gemeinden stärken

Eine bessere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen könnte in vielen Bereichen zu Synergieeffekten führen. Wie das Beispiel der Arbeitsmarktreformen zeigt, sieht die Realität anders aus: Seit den Hartz-Reformen sind die Kommunen mit zuständig für die Arbeitsvermittlung, entweder gemeinsam mit den Arbeitsagenturen oder, im Fall der sog. Optionskommunen, in alleiniger kommunaler Verantwortung. Eine für das SVR-Jahresgutachten erstellte Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass es den Optionskommunen deutlich schlechter gelingt, Transferempfänger mit Migrationshintergrund in Arbeit zu vermitteln als den Jobcentern, die in gemeinsamer Trägerschaft von Kommune und Arbeitsagentur tätig sind. Der SVR empfiehlt daher eine engere Prozessverzahnung von Optionskommunen und Arbeitsagenturen.

Kooperationsverbot im Bildungsbereich sollte aufgehoben werden

Bildung ist eine zentrale Baustelle der Integrationspolitik. Der Wettbewerb der Bundesländer um die besten Plätze im Ranking führt zum Teil allerdings zu einer Absenkung von Standards und nicht zu dem wünschenswerten Wetteifern um die bestmögliche Bildungsvermittlung. In manchen Ländern stehen zudem nicht genügend Mittel für Bildung zur Verfügung. Das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern, das 2006 mit der Föderalismusreform beschlossen wurde, ist kontraproduktiv und sollte abgeschafft werden.

Integration darf auch nicht von zufälligen Rahmenbedingungen der Kommunen abhängen. So darf die Ausstattung von Schulen und Kitas nicht vorwiegend von der finanziellen Lage der Kommunen abhängen. „Schlecht ausgestattete Schulen – womöglich in sozialen Brennpunkten – haben verheerende Folgen weit über ihren Einzugsbereich hinaus und damit für die Gesellschaft insgesamt“, sagte Bade. Um eine gute Ausstattung der Bildungseinrichtungen flächendeckend zu gewährleisten, müssten die Länder die unterschiedliche Finanzkraft der Kommunen stärker als bisher ausgleichen.

Gerade für Kinder mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial benachteiligten Familien ist die Förderung in Kitas besonders wichtig. Auf die Einführung des von der Bundesregierung geplanten Betreuungsgelds, das der SVR-Vorsitzende von Beginn an scharf kritisiert hatte, sollte verzichtet werden. Es werde absehbar dazu führen, „dass der Besuch einer Kita ausgerechnet bei Kindern zurückgeht, deren Eltern die sozialen Startnachteile ihrer Kinder bei Bildung und/oder Deutschkenntnissen nicht aus eigener Kraft bis Schulbeginn ausgleichen können“, sagte Bade. Integrationspolitisch wäre das „Betreuungsgeld ein Schuß in den Ofen“.

Die integrationspolitischen Herausforderungen im Bildungsbereich können nur durch gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen bewältigt werden. Ein Negativ-Beispiel ist das gut gemeinte ‚Bildungspaket‘ für Kinder von Hartz IV-Empfängern. Die neu eingeführten Leistungen des Bundes führten zum Teil zur Abschaffung kommunaler Leistungen wie Schulspeisungen. Für die Kinder ist damit nichts gewonnen. „In Sachen Bildung muss Schluss sein mit dem sinnlosen Prinzip linke Tasche, rechte Tasche“, sagte Bade.

Integrationsbarometer: Integrationsklima in Deutschland ist stabil

„Es war zu befürchten, dass die oft polemisch geführte Integrationsdebatte im Herbst 2010 das Klima in der Einwanderungsgesellschaft nachhaltig beschädigen könnte. Das Integrationsbarometer belegt, dass sich diese Befürchtungen nicht bewahrheitet haben“, sagte Bade. Ende 2010 hatte der SVR kurzfristig Störungen an den Rändern des Meinungsspektrums gemessen. Nun zeigt das Integrationsbarometer 2012: Das 2009 erstmals analysierte, verhalten positive Integrationsklima hat sich im Alltag der Einwanderungsgesellschaft mehrheitlich verfestigt. Gestützt wird dies durch zwei weitere Ergebnisse: Mehr als drei Viertel aller Befragten sind der Ansicht, dass Integration an ihrem Wohnort besser funktioniert als sonst in Deutschland. Zudem ist das eigene Verantwortungsgefühl für das Gelingen von Integration bei der Mehrheitsbevölkerung um 17,3 Prozent auf 84,2 Prozent gestiegen. Eine Spaltung der Einwanderungsgesellschaft hat – entgegen vieler Befürchtungen – nicht stattgefunden.

Ein Teil der Befragten hatte bereits 2009 am Integrationsbarometer teilgenommen. Die Panelstichprobe ermöglicht deshalb eine Analyse der individuellen Veränderungen im Zeitverlauf. Bei der Frage, ob Zuwanderer an Integration interessiert sind, zeigen sich die gleichen Befragten 2011 deutlich meinungsstärker als 2009. Das Lager der „Unentschiedenen“ nahm bei Befragten mit und ohne Migrationshintergrund von rund 24 Prozent auf rund 13 Prozent ab. Der Anteil der „Integrationsoptimisten“ und der „Integrationspessimisten“ wuchs analog dazu an: in der Mehrheitsbevölkerung stieg der Anteil der „Integrationsoptimisten“ von 43,9 auf 49,7 Prozent, bei Personen mit Migrationshintergrund stieg er von 53,3 auf 58,9 Prozent. Der Anteil der „Integrationspessimisten“ stieg von 32,0 auf 37,1 Prozent (Mehrheitsbevölkerung) bzw. von 22,5 auf 28,4 Prozent (Personen mit Migrationshintergrund). „Die intensive, oft sehr aufgeregte Integrationsdebatte 2010/2011 hat am positiven Rand des Meinungsspektrums zu Frustrationen geführt“, sagte Bade. „Sie hat aber wohl auch dazu beigetragen, dass sich die Befragten intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt und sich in ihrem Meinungsbild klarer positioniert haben.“

Einig sind sich alle Befragten über die negative Schlagseite der öffentlichen Diskussion über Integration in Deutschland. Über 50 Prozent aller Befragten beklagen, die Diskussion über Integration würde „eher“ oder „viel“ zu negativ geführt. Dies gilt auch für das Themenfeld Islam. Die mediale und publizistische Überzeichnung und Verzerrung in der Integrationsdebatte wird deutlich erkannt.

Das Integrationsbarometer 2012 erlaubt erstmals auch einen Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland. Dabei zeigt sich überraschenderweise, dass das Integrationsklima von den Befragten in den beiden ostdeutschen Regionen nur leicht negativer wahrgenommen wird als in Westdeutschland. Auch die Integrationsbereitschaft der jeweils anderen Seite wird zurückhaltender eingeschätzt. So denken 57,9 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund in Ostdeutschland, dass die Mehrheitsbevölkerung an Integration interessiert sei. In Westdeutschland liegt dieser Wert mit 65,3 Prozent um mehr als 7 Prozentpunkte (und somit um fast 13 %) höher.

Die Wirkung der Integrationspolitik wird eher positiv eingeschätzt: 47,6 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund in Westdeutschland finden, dass die Integrationspolitik der letzten fünf Jahre die Integration gefördert hat. Nur 17,6 Prozent erkennen Verschlechterungen. In der Mehrheitsbevölkerung im Westen sieht sogar über die Hälfte der Befragten (53,4 %) einen positiven Beitrag der Integrationspolitik. Einen negativen Einfluss schreibt ihr nur etwa jeder Zehnte (10,4 %) zu. Und die Erwartungen für die Zukunft sind positiver als bei der Befragung 2009: Mehr als die Hälfte der Befragten mit und ohne Migrationshintergrund im Westen (54,5 % bzw. 56,9 %) erwarten von der Politik Verbesserungen bei der Integration. Verschlechterungen befürchtet nur eine kleine Minderheit (15,9 % bzw. 12,1 %).

Für eine vernetzte Zusammenarbeit

Die praktische Umsetzung von Integrationspolitik ist im föderalen Mehrebenensystem vorwiegend Sache der Länder und Kommunen. In den letzten Jahren wurde vielfach einer stärkeren und bisweilen auch vollständigen Kommunalisierung von Integrationspolitik das Wort geredet. Zum Teil wurde sogar eine weitgehende Verlagerung integrationspolitischer Kompetenzen von der Bundes- und Länderebene auf die kommunale Ebene gefordert. Dies ist aus Sicht des SVR nicht zielführend. Nötig ist für die Integrationspolitik vor allem eine engere Kooperation und dichtere Vernetzung von Bund, Ländern und Kommunen, die der Rede vom ‚kooperativen Förderalismus‘ besser entspricht.

Auch auf Bundesebene selbst sollte eine bessere Abstimmung zwischen den Ressorts erfolgen, deren Entscheidungen integrationspolitische Auswirkungen haben, vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt, Soziales, Wirtschaft, Bildung und Inneres. Dies ist bislang erst bedingt und improvisiert gegeben. Es gibt zwar immerhin die interministerielle Arbeitsgruppe Integration. Sie ist institutionell aber nicht zureichend abgesichert und in ihrer Effizienz deshalb weitgehend abhängig vom Wohlwollen der Delegierten bzw. ihrer Ressorts. Das gilt ebenso für die Integrationsabteilungen oder -schwerpunkte in fast jedem einschlägigen Ministerium. Neben den Teilzuständigkeiten verschiedener Bundesressorts und dem zentral zuständigen Bundesinnenministerium gibt es die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, die für Migration, Flüchtlinge und Integration zuständig ist, und das fast gleichnamige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das aber dem Bundesinnenministerium zugeordnet ist. Wohin Kompetenzüberschneidungen führen können, habe man zuletzt bei den verschiedenen, zeitraubenden Anläufen zum ‚Anerkennungsgesetz‘ erleben können, sagte Bade und folgerte: „Es wäre gut, spätestens nach der nächsten Bundestageswahl die vom ‚sacro egoismo‘ der Ressortinteressen immer wieder abgewürgte Diskussion um einen Neuzuschnitt der Zuständigkeiten zu führen, die in den letzten Koalitionsverhandlungen nur mit der Keule ‚Integrationsministerium‘ geführt worden ist.“

Aus Sicht des SVR sollten Bund, Länder und Kommunen von einem unzureichend koordinierten Nebeneinander zu einem produktiven Miteinander und einer systematischen vertikalen und horizontalen Vernetzung finden. Das Integrationsbarometer zeigt, dass die Bevölkerung eine aktive Integrationspolitik mit klaren und verständlichen Zielen nicht nur befürwortet, sondern auch fordert. Die Politik sollte diese günstige Ausgangslage für weitere, kraftvolle Reformschritte im Bereich Integration und Migration nutzen. „Sie sollte“, so Bade „nicht länger davon ausgehen, die Bürger in einer Art Kindergarten für Erwachsene vor ihren eigenen Ängsten beschützen zu müssen.“

Das SVR-Jahresgutachten 2012 können Sie hier herunterladen.
Eine Auswahl von Grafiken zum Integrationsbarometer können Sie hier  herunterladen. Pressefotos stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


 

Über den Sachverständigenrat


Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören acht Stiftungen an. Neben der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung sind dies: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Körber-Stiftung, Vodafone Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.
Der Sachverständigenrat ist ein unabhängiges und gemeinnütziges Beobachtungs-, Bewertungs- und Beratungsgremium, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden in einem Jahresgutachten veröffentlicht.

Dem SVR gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Klaus J. Bade (Vorsitzender), Prof. Dr. Ursula Neumann (Stellv. Vorsitzende) sowie Prof. Dr. Gianni D’Amato, Prof. Dr. Thomas K. Bauer, Prof. Dr. Wilfried Bos, Prof. Dr. Heinz Faßmann, Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Prof. Dr. Christine Langenfeld, Prof. Dr. Ludger Pries, Prof. Dr. Werner Schiffauer.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de

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<![CDATA[Vier Jahre ArbeiterKind.de und bald 5.000 Ehrenamtliche]]> Seit vier Jahren ermutigt die Initiative ArbeiterKind.de bundesweit Schülerinnen und Schüler nicht-akademischer Herkunft zum Studium und unterstützt sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Studienabschluss. Nun erwartet – pünktlich zum Geburtstag am 5. Mai – die Initiative das 5.000 Community-Mitglied. Im vergangenen Jahr hat die
Initiative damit 2.000 weitere ehrenamtliche Unterstützer gewinnen können.

„Von der großen Resonanz und unseren hochmotivierten Ehrenamtlichen bin ich auch nach vier Jahren immer noch überwältigt“, sagt Katja Urbatsch, die Gründerin von ArbeiterKind.de. Mit bundesweiten Aktionen feiern am Samstag die ehrenamtlichen MentorInnen den ArbeiterKind.de-Geburtstag. So ist Katja Urbatsch in der Berliner Sprechstunde (Concierge, Schreinerstr. 10, Friedrichshain, 14-17 Uhr) dabei, während Mitgründer Wolf Dermann die Ehrenamtlichen der Gießener Gruppe mit einem ArbeiterKind.de-Training weiterqualifiziert.
Die ArbeiterKind.de-Gruppe Bremen wird die Besucher der Bildungsmesse job4u über die Möglichkeiten eines Studiums informieren und Gruppe Konstanz ist auf der
horizon-Messe in Friedrichshafen vertreten.

Da Katja Urbatsch selbst als erste in ihrer Familie einen Hochschulabschluss erreichte, startete sie am 5. Mai 2008 gemeinsam mit ihrem Bruder Marc Urbatsch und ihrem Partner Wolf Dermann das Internetportal www.arbeiterkind.de. Die Plattform begeisterte ihre Leser und aus dem Internetauftritt und dem lediglich für Gießen geplanten Engagement, entwickelte sich eine bundesweite Initiative, in der sich zahlreiche Studierende und Akademiker der ersten Generation als MentorInnen einsetzen. „Ich habe in den vier Jahren viel über die unterschiedlichen Biografien unserer Ehrenamtlichen erfahren. Die meisten sind über Umwege ins Studium gelangt und mussten große Hürden dafür überwinden“ , sagt Urbatsch. Die Lebensläufe der MentorInnen und ihre eigenen Studienerfahrungen hat sie in einem Buch festgehalten. „Ausgebremst – Warum das Recht auf Bildung nicht für alle gilt“ setzt sich mit der deutschen Bildungslandschaft auseinander.

Inzwischen engagieren sich die Ehrenamtlichen bundesweit in 80 lokalen Gruppen und seit dem vergangenem Jahr auch in Österreich. Für ihr bürgerschaftliches Engagement wurden Initiatorin und Ehrenamtliche mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Engagementpreis und dem Studentenwerkspreis. Die Mentorinnen und Mentoren der lokalen ArbeiterKind.de-Gruppen führen Informationsveranstaltungen in Schulen und Hochschulen durch, bieten regelmäßige Stammtische, Sprechstunden und Mentoring für Schüler, Studierende und Eltern an, sind auf Bildungsmessen vertreten oder beantworten E-Mail-Anfragen.

Denn in Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks nehmen von 100 Akademikerkindern 71 ein Hochschulstudium auf. Dagegen studieren von 100 Kindern nicht-akademischer Herkunft lediglich 24, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die hohe finanzielle Belastung ist dabei nur einer von vielen Gründen, die Abiturienten, deren Eltern nicht studiert haben, häufig von einem Studium abhalten. Es mangelt vor allem an ermutigenden Vorbildern im familiären Umfeld sowie Informationen zu Anforderungen des Studiums, Finanzierungsmöglichkeiten und Berufsaussichten.

Zu den Förderern von ArbeiterKind.de zählen neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und Ashoka Deutschland, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, das Ministerium für Innovation Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die JP Morgan Stiftung sowie die Vodafone Stiftung Deutschland und das Familienunternehmen vRundstedt HR Partners.


 

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<![CDATA[Leistungskluft zwischen Schülern aus verschiedenen sozialen Schichten wächst ]]> Unterrichten deutlich schwieriger geworden / Verhalten der Schüler spürbar schlechter / Fast 40 Prozent der Lehrer fordern „Erschwernis-Zulage“ an Brennpunkt-Schulen / Zu große Klassen und Lehrer-Mangel an weiterführenden Schulen sind größte Herausforderungen / Deutsches Schulsystem zu undurchlässig / Lehramt-Studium bereitet nicht ausreichend auf berufliche Praxis vor / 54 Prozent der Lehrer kritisieren Bildungspolitik der Länder

Düsseldorf/Berlin, 24.04.2012 – Die Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland urteilt weitgehend positiv über ihren Beruf. Knapp drei Viertel (71 Prozent) aller Lehrkräfte an Grund- und weiterführenden Schulen bereitet ihre Arbeit demnach Freude. Gut jeder zweite Pädagoge in Deutschland (52 Prozent) hält seinen Beruf zudem für attraktiv, allerdings sind auch 38 Prozent in dieser Frage anderer Meinung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie mit dem Titel „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik: Eine Studie zum Prestige des Lehrerberufs und zur Situation an den Schulen in Deutschland“, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland durchgeführt hat. Neben einem repräsentativen Querschnitt von Lehrerinnen und Lehrern an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland wurden dafür insgesamt 2.096 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren befragt, darunter auch 382 Eltern schulpflichtiger Kinder. Das überwiegend positive Urteil der Lehrkräfte über ihren Beruf steht allerdings im Gegensatz dazu, dass sich weite Teile der Lehrerschaft zugleich mit wachsenden Belastungen konfrontiert sehen. So ist jeder zweite Lehrer (50 Prozent) davon überzeugt, dass das Unterrichten im Lauf der letzten fünf bis zehn Jahre deutlich schwieriger geworden sei, was hauptsächlich am Verhalten der Schüler selbst liege.

Ältere und erfahrene Lehrer bewerten ihren Beruf deutlich skeptischer

Die Studie zeigt, dass vor allem ältere Lehrerinnen und Lehrer bzw. jene mit der größten Berufserfahrung den Lehrberuf weniger attraktiv einschätzen als ihre jüngeren und unerfahrenen Kollegen. So halten nur noch knapp 41 Prozent der Lehrer ab 55 Jahren sowie knapp 46 Prozent der seit mindestens zwanzig Jahren im Schuldienst stehenden Lehrer ihren Beruf für attraktiv. Lehrer bis 35 Jahren bestätigen dies hingegen zu 62 Prozent, jene mit maximal fünfjähriger Schuldienst-Erfahrung sogar zu 64 Prozent. Auch die Einschätzung, dass das Unterrichten in den letzten Jahren schwieriger geworden sei, wird von Lehrern in der Altersgruppe ab 55 Jahre (70 Prozent) sowie von jenen mit mindestens 20 Jahren Berufserfahrung (63 Prozent) überdurchschnittlich oft geteilt. Gleiches gilt für Lehrerinnen und Lehrer an Haupt- und Realschulen (62 Prozent).

Lehrer empfinden Verhalten ihrer Schüler zunehmend als Belastung

Dass das Unterrichten in den letzten Jahren schwieriger geworden sei, führen Lehrer zu insgesamt 42 Prozent auf das Verhalten ihrer Schüler zurück und kritisieren damit fehlende Disziplin, Respektlosigkeit und die Missachtung von Regeln ebenso wie ein geringes Konzentrationsvermögen, fehlende Motivation oder allgemeine Erziehungsdefizite. Besonders oft wird dies von Haupt- und Realschullehrern betont (55 Prozent), deutlich seltener hingegen von Gymnasiallehrern (34 Prozent). Darüber hinaus zeigt die Studie, dass von jenen Lehrern, die ihren Beruf grundsätzlich für weniger attraktiv halten, mehr als jeder vierte (27 Prozent) einen zunehmend schwierigen Umgang mit den Schülern dafür verantwortlich macht. Weitere ausschlaggebende Gründe für diese Einschätzung sind neben einer allgemein hohen psychischen Belastung im Beruf (33 Prozent) die Tatsache, dass Lehrer immer häufiger Aufgaben übernehmen müssten, die eigentlich Sache des Elternhauses sind (31 Prozent), sowie ein zunehmend schwieriger Umgang mit den Eltern der Schüler (28 Prozent). Eine zu geringe Bezahlung oder fehlende berufliche Perspektiven sind hingegen nur von nachrangiger Bedeutung (jeweils neun Prozent).

„Erschwernis-Zulage“ für Lehrer an Schulen in sozialen Brennpunkten

Wenngleich das Thema Verdienst unter Lehrern kein ausschlaggebendes Kriterium bei der Berufswahl darstellt, so haben sie doch relativ klare Vorstellungen davon, wonach sich die Höhe der Bezüge richten sollte. Drei Viertel aller Lehrer (75 Prozent) erachten die Zahl der geleisteten Unterrichtsstunden als entscheidend, gut jeder zweite Pädagoge (51 Prozent) fordert eine Bezahlung auf Basis der Berufserfahrung. Darüber hinaus macht die Untersuchung aber auch deutlich, dass insgesamt 38 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland eine Besoldung für gerechtfertigt halten, in der berücksichtigt wird, ob eine Schule in einem „sozialen Brennpunkt“ etwa mit hoher Kriminalitätsrate oder hoher Arbeitslosigkeit liegt. Unter Haupt- und Realschullehrern fordern dies sogar 46 Prozent. Auch in der Gesamtbevölkerung spricht sich knapp ein Viertel aller Befragten (24 Prozent) für eine „Erschwernis-Zulage“ bei der Besoldung von Lehrern in Deutschland aus. Besonders zahlreich befürworten das Befragte in Hamburg (38 Prozent) und Berlin (35 Prozent).

Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, kommentiert: „Lehrer sehen sich heute vielen Herausforderungen und Zumutungen ausgesetzt - insbesondere dann, wenn sie sich in sozial schwierigen Lagen für chancengerechte Bildung einsetzen. Diesen besonderen Leistungen sollte im Besoldungssystem stärker Rechnung getragen werden, ganz unabhängig von der Schulform.“

Bevölkerung fordert härteren Umgang von Lehrern mit „Problem-Schülern“

Beim Umgang mit schwierigen Schülern bzw. Klassen bevorzugt jeder zweite Lehrer in Deutschland (50 Prozent) einen Mix aus Strenge und Überzeugungskraft. Dieses pädagogische Vorgehen wird von einer Mehrheit der Gesamtbevölkerung allerdings kritisiert: Insgesamt 56 Prozent halten den Umgang von Lehrern mit undisziplinierten Schülern für zu „lasch“ und fordern ein konsequenteres Durchgreifen. Insbesondere Befragte mit einfacher Schulbildung teilen diese Kritik überdurchschnittlich oft (64 Prozent), während Befragte mit höherer Bildung dem nur zu 48 Prozent zustimmen. Zudem ist die Kritik am inkonsequenten Vorgehen der Lehrer in Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern (72 Prozent) oder Thüringen (71 Prozent) erheblich ausgeprägter als im Saarland oder in Bayern (jeweils 48 Prozent).

Leistungskluft zwischen Schülern verschiedener sozialer Schichten wächst

Wie die Studie der Vodafone Stiftung Deutschland weiter zeigt, sind Lehrer nahezu ausnahmslos (97 Prozent) davon überzeugt, dass der soziale Hintergrund des Elternhauses die Leistung von Schulkindern beeinflusst – 90 Prozent halten diesen Einfluss sogar für groß bis sehr groß. Vor diesem Hintergrund ist es alarmierend, dass 60 Prozent dieser Pädagogen ferner der Ansicht sind, die Leistungsunterschiede zwischen Schülern aus verschiedenen sozialen Schichten hätten zugenommen. In den neuen Bundesländern bestätigen das sogar über drei Viertel der befragten Lehrerinnen und Lehrer (76 Prozent). Dessen ungeachtet betonen Lehrer jedoch mit einer deutlichen Mehrheit von 73 Prozent, dass die soziale Herkunft der Schüler keine Rolle bei der Noten-Vergabe spielt. In der Gesamtbevölkerung wird diese Meinung zwar noch von gut jedem Zweiten (55 Prozent) geteilt, allerdings sind auch 28 Prozent der Meinung, Kinder aus sozial schwächeren Schichten würden bei der Benotung eher benachteiligt. In einzelnen Bundesländern liegt dieser Wert deutlich höher, wie etwa in Hamburg (40 Prozent), Brandenburg (39 Prozent) oder Hessen (38 Prozent).

Lehrer mit der Situation an Schulen trotz zu großer Klassen weitgehend zufrieden

In Bezug auf die konkrete Situation im täglichen Lehrbetrieb an deutschen Schulen geben Lehrerinnen und Lehrer ein überwiegend positives Urteil ab. So halten 82 Prozent aller befragten Pädagogen die Motivation ihrer Kollegen für eher gut bis sehr gut, 80 Prozent bestätigen dies auch für das Leistungsniveau ihrer Schule. Erstaunlicherweise beurteilen die Lehrer auch das Verhalten der Schüler ihnen gegenüber zu 76 Prozent und das der Eltern zu 74 Prozent positiv. Für genauso gut halten die befragten Lehrer ihre Spielräume bei der Unterrichtsgestaltung sowie die allgemeine Stimmung im Kollegium (jeweils 74 Prozent). Auch die Ausstattung der Schulen bewerten sie zu mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) positiv. Deutliche Kritik äußern Lehrer hingegen an den Klassengrößen: Beinahe zwei Drittel (64 Prozent) halten die Klassen für zu groß. Eine Verkleinerung der Klassen erachten drei Viertel der Lehrer (75 Prozent) demnach auch mit Abstand als drängendste Maßnahme zur Verbesserung der Situation an deutschen Schulen. Auch in der Gesamtbevölkerung steht dieser Aspekt bei jedem zweiten Befragten (50 Prozent) an der Spitze der Forderungen.

Unterrichtsausfall und Lehrer-Mangel betrifft vor allem weiterführende Schulen

Während insgesamt 44 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer ihren Schulen einen Lehrer-Mangel attestieren, macht die Studie deutlich, dass dieses Problem insbesondere an weiterführenden Schulen besteht. Das wird aktuell von jedem zweiten Pädagogen an Haupt- und Realschulen bzw. Gymnasien (50 Prozent) bestätigt, während Grundschullehrer an ihren Schulen nur zu 30 Prozent einen Mangel an Lehrkräften ausmachen. Unterstrichen wird dieser Befund auch dadurch, dass Unterrichtsausfälle für 91 Prozent der Lehrer an weiterführenden Schulen aber nur für 64 Prozent ihrer Kollegen an Grundschulen zum beruflichen Alltag gehören.

Auch Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbands, sieht in der Bekämpfung des Unterrichtsausfalls und des fachspezifischen Lehrer-Mangels eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen: „Über eine Million Unterrichtsstunden werden jede Woche nach unseren Berechnungen nicht lehrplangemäß gehalten oder fallen aus. Gerade in den Naturwissenschaften fehlen nach wie vor Tausende von Lehrkräften. Wir brauchen endlich an unseren Schulen eine echte Unterrichtsreserve, die diesen Namen verdient!“

Deutliche Kritik an geringer Durchlässigkeit des Schulsystems

Mehr als zwei Drittel aller Lehrer in Deutschland (67 Prozent) kritisieren, dass Schüler selbst bei guten Leistungen kaum Chancen hätten, zu einem späteren Zeitpunkt noch auf eine höhere Schulform zu wechseln, d.h. von der Haupt- auf die Realschule bzw. von der Realschule aufs Gymnasium. Auch in der Gesamtbevölkerung halten 59 Prozent aller Befragten einen solchen Schritt für schwierig, wobei Eltern schulpflichtiger Kinder in diesem Punkt die größte Skepsis aller Befragten an den Tag legen (70 Prozent).

Jeder zweite Lehrer hält Lehramt-Studium für unzureichend

Die Allensbach-Untersuchung belegt, dass sich jeder zweite Lehrer (50 Prozent) nach seiner universitären Ausbildung derzeit nur unzureichend auf die berufliche Praxis an deutschen Schulen vorbereitet fühlt. Konkret kritisieren Lehrer im Rahmen der universitären Ausbildung vor allem die fehlende Vorbereitung auf einen angemessenen Umgang mit Schülern bzw. Eltern (zusammen 65 Prozent). Besonders gravierend wird der „Praxis-Schock“ von Lehrern unter 35 Jahren (60 Prozent) sowie von Lehrern mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung (62 Prozent) empfunden. Auffällig ist in dieser Frage zudem eine extreme Diskrepanz in der Einschätzung von Lehrern aus den alten bzw. neuen Bundesländern: Während sich erstere zu 56 Prozent durch ihr Studium schlecht auf den Beruf vorbereitet fühlen, geben letztere zu 73 Prozent an, gut vorbereitet zu sein.

Mehrheitlich schlechtes Zeugnis für Bildungspolitik der Länder

Ein überwiegend schlechtes Zeugnis stellen Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland der Bildungspolitik in ihrem jeweiligen Bundesland aus. So halten 54 Prozent diese derzeit für weniger gut bis gar nicht gut. Zudem teilen 53 Prozent aller Pädagogen die Kritik, dass viele Vorgaben der zuständigen Behörden dem tatsächlichen Alltag an deutschen Schulen oft nicht gerecht würden. Ähnlich groß (56 Prozent) ist auch der Anteil jener Lehrer, die meinen, dass die Anpassung der Lehrpläne beim Übergang vom neun- zum achtjährigen Abitur in den betreffenden Bundesländern bislang nur unzureichend erfolgt sei.

Wie in den Vorjahren so wurde auch die aktuelle Erhebung im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ“ durchgeführt. Initiatoren des Wettbewerbs sind die Vodafone Stiftung Deutschland und der Deutsche Philologenverband. Auf www.lehrerpreis.de können Lehrerinnen und Lehrer ihre Unterrichtskonzepte einreichen und Schüler ihre Lehrer für den Deutschen Lehrerpreis nominieren. Einsendeschluss ist der 18. Juni 2012. Über die Gewinner entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury aus Kultusministern, Wissenschaftlern, Pädagogen und Schülervertretern. Weitere Informationen zur Teilnahme und Anmeldung finden Interessierte im Internet unter www.lehrerpreis.de.

Hinweis: Die Studie ist als ePub innerhalb der App der Vodafone Stiftung Deutschland im Apple-Store und Android-Market sowie unter www.vodafone-stiftung.de abrufbar.

Vodafone Stiftung Deutschland
Die Vodafone Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Unter dem Leitmotiv „Erkennen. Fördern. Bewegen.“ unterstützt die Stiftung als gesellschaftspolitischer Thinktank insbesondere Programme in den Bereichen Bildung, Integration und soziale Mobilität mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklungen einer aktiven Bürgergesellschaft zu fördern und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei geht es der Vodafone Stiftung Deutschland vor allem darum, benachteiligten Kindern und Jugendlichen den sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
 

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<![CDATA[Deutschland als Land der sozialen Innovatoren entdecken]]> Berlin, 18. April 2012. Internationale Leitkonferenz in Potsdam erarbeitet Vorschläge für gesellschaftlichen Wandel durch eine aufblühende Kultur sozialer Innovationen. Insbesondere am Beispiel zahlreicher junger Bildungsinnovatoren in Deutschland soll das Veränderungspotenzial dieser neuen sozialen Bewegung erlebbar gemacht werden.

Der fünfte Vision Summit, die internationale Leitkonferenz für Social Innovation, Social Entrepreneurship, Eco und Social Business sowie Corporate Social Responsibility (CSR), findet in diesem Jahr vom 17. – 19. Mai auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam statt.

Unter dem Motto „Denk die Welt weiter!“ kommen mehr als 1.000 soziale Innovatoren, die wichtigsten Akteure aus sozialen Unternehmen, aus Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft, Politik und Stiftungen sowie soziale Investoren, verantwortungsbewusste Unternehmer und Verantwortliche für Corporate Social Responsibility zusammen. In Vorträgen und mehr als 90 Workshops werden Lösungen für die unterschiedlichsten sozialen Herausforderungen von Bildung über Migration bis Alter und Umwelt vorgestellt und erarbeitet.

Im Vordergrund stehen soziale Innovationen, welche die drängenden gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit auf ungewöhnliche und besonders wirksame Weise in Angriff nehmen.

Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema Bildung. Beispielhaft wird anhand des wichtigen Zukunftsthemas gezeigt, wie groß das Gestaltungspotenzial gesellschaftlicher Innovationen sein kann, die durch die Impulse von sozialem Unternehmertum und sozialer Innovation ermöglicht werden. Zu den Projekten, die während des Vision Summits präsentiert werden, gehören die neue bundesweite Initiative familY, welche Eltern als engagierte Bildungsakteure aktiviert, ein Schüler-Workshop zum Thema „Wie wollen wir lernen?“, in dem die Schüler mit der Innovationsentwicklungsmethode des Design Thinking konkrete Vorschläge für Verbesserungen im Bildungssystem erarbeiten, und ein Bildungsparcours, der Bildungsinnovationen unmittelbar erlebbar macht.

Den Vision Award 2012 erhalten neben den Söhnen Mannheims für ihr soziales Engagement und zwei Sozialunternehmern die oft als „Deutschlands kreativste Bildungsinnovatorinnen“ bezeichneten Sandra Schürmann und Margret Rasfeld.

„Soziale Ideen, die die Welt verändern, kommen nicht mehr nur aus der engagierten Zivilgesellschaft, sondern immer mehr aus allen Bereichen der Gesellschaft. Und sie nehmen immer unterschiedlichere Formen an, insbesondere im Sinne von sozialem Unternehmertum. Die Hoffnung verlagert sich auf eine immer breiter aufgestellte und grundlegend neue soziale Bewegung der sozialen Innovatoren. Ihnen geben wir mit dem Vision Summit eine Plattform und senden so Impulse an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Die Wirk-Perspektiven dieser Bewegung sind enorm.“, so Peter Spiegel, Leiter des Genisis Institutes und Initiator des Vision Summit.

Mit der soeben erschienenen Publikation „Denk die Welt weiter!“ und der dortigen Präsentation von 25 ausgewählten sozialen Innovatoren aus Deutschland wollen das Genisis Institut und die Vodafone Stiftung Deutschland die Öffentlichkeit einladen, ihr Land auch als „Land der sozialen Innovatoren“ zu entdecken. „Das Beispiel der vorgestellten Sozialunternehmer zeigt, welche enorme Veränderungskraft und Inspiration von der Idee eines Einzelnen ausgeht und eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellt. Es ist für die Vodafone Stiftung ein großes Anliegen, die Rahmenbedingungen für die Realisierung sozialer Innovationen zu verbessern, damit unser Gemeinwesen vom Reichtum des Marktplatzes gesellschaftspolitischer Ideen profitieren kann“, so Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland.

Konferenzprogramm unter: www.visionsummit.org

Zum Vision Summit erscheinen zwei Bücher:

„Denk die Welt weiter! 25 Ideen, selbst die Zukunft zu gestalten“ herausgegeben vom Genisis Institute und der Vodafone Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Magazin „enorm“. „EduAction Wir machen Schule“ von Margret Rasfeld und Peter Spiegel, mit einer Einleitung von Gerald Hüther.
 


VERANSTALTER:
Genisis Institute for Social Innovation and Impact Strategies gemeinnützige GmbH, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Tel. 030-28506812, office@genisis-institute.org

CO-VERANSTALTER:
Ashoka Deutschland, Univeristät Potsdam, Potsdam Transfer, Humboldt-Viadrina School of Governance, HPI School of Design Thinking, Senat der Wirtschaft Deutschland

SPONSOREN:
ERGO (Premium), Danone, Think Big with O2, Intel, AfB, Bionade

KOOPERATIONSPARTNER:
Vodafone Stiftung Deutschland, SAP, Deutsche Post DHL, BMW Group, Google, Sparda Bank, BMW Stiftung Herbert Quandt, Generali Zukunftsfonds, Earthrise Society, Good Growth Fund, Grupa Futoro.

PARTNER:
Akademie Heiligenfeld, Betterplace Foundation, BrandStiftung, Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.), Centrum for Corporate Citizenship Deutschland (CCCD), Club of Marrakesh, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, Global Economic Network, Global Exchange for Social Investment (GEXSI), Global Marshall Plan Foundation, Haus der Zukunft Hamburg, International Network for Environmental Management (INEM), iq-consult, Noah Foundation, Peters & Helbig, Phineo, Schwab Foundation for Social Entrepreneurship, Terra Institut, Two Wings Foundation.

MEDIENPARTNER:
BrandEins, ChangeX, enorm-Magazin, forum Nachhaltig Wirtschaften, Franz Alt – Sonnenseite, Stiftung & Sponsoring, Karma Konsum.

Vodafone Stiftung Deutschland:
Die Vodafone Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und Mitglied einer weltweiten Stiftungsfamilie. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie als gesellschaftspolitischer Thinktank Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das Förderprofil steht unter dem Leitmotiv "Erkennen. Fördern. Bewegen." und konzentriert sich auf den Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität.

 

Zum Buch


Denk’ die Welt weiter! – 25 Ideen, selbst die Zukunft zu gestalten

Herausgegeben vom Genisis Institute for Social Innovation und Impact Strategies und der Vodafone Stiftung Deutschland

Redaktion: „enorm“

2012, 256 Seiten, Broschiert 10,00 Euro. Erscheinungstermin: 16. April 2012

Wer löst die gesellschaftlichen Probleme in Deutschland? Wer entwickelt die kreativen Ideen für eine bessere Zukunft unserer Bildung, im Gesundheitswesen, für die Jungen und Alten, für die Integration, für eine intakte Umwelt, für eine intakte Arbeitswelt? Die Zeit, als bei diesen Themen vor allem auf den Staat und auf technische Innovationen geschaut wurden, ist vorbei. Die Hoffnung verlagert sich auf eine grundlegend neue soziale Bewegung von sozialen Innovatoren. 25 soziale Innovatoren mit ihren faszinierenden und sehr praktischen Lösungen stehen im Fokus dieses Buches. Sie zeigen Deutschland als Land der sozialen Innovatoren mit starken neuen Zukunftsperspektiven.

Eine neue Generation von kreativen Menschen – soziale Innovatoren oder Social Entrepreneurs genannt – ist hoch erfinderisch, wenn es um die Lösung sozialer und ökologischer Herausforderungen geht. Soziale Innovatoren mischen zivilgesellschaftliches Engagement, staatliche Wohlfahrtseinrichtungen und selbst die Wirtschaft gründlich auf. Resignation über Stillstand war gestern. Jeder kann Changemaker werden. Die 25 Beispiele im Buch geben jedem reichlich Inspiration für neues Denken und neues Handeln in sechs Kernbereichen: Bildung, Umwelt, Arbeit, Jugend, Gesundheit und Integration.

Herausgeber dieses Buches ist das Genisis Institute for Social Innovation and Impact Strategies, das u.a. Veranstalter des Vision Summit ist - der internationalen Leitkonferenz für Social Innovation, Social Entrepreneurship und Social Impact Business - und die Vodafone Stiftung Deutschland, die insbesondere die Förderung innovativer sozialer Innovationen als Förderschwerpunkt hat.

Die Präsentation der sozialen Innovatoren erfolgte durch ein Autorenteam des Magazins „enorm“, das sich als Leitmedium für diese Szene etablierte. Jedes dieser Porträts der sozialen Innovatoren arbeitet insbesondere die hohe Innovationsqualität der von ihnen entwickelten Lösungen sozialer und ökologischer Probleme heraus und macht deutlich, wie diese unserem Land entscheidende neue Zukunftsperspektiven eröffnen können. Die wichtigsten Fakten zu jedem Projekt werden am Ende jeden Beitrags übersichtlich zusammengestellt.

Im „Impact Guide“ im Anhang des Buches werden die Leser eingeführt in die vielfältigen Möglichkeiten, wie sie sich über diese neuartige soziale Bewegung tiefer informieren können, wie sie deren Highlight-Projekte unterstützen können, wie sie selbst zu aktiven Mitgestaltern werden können und vieles mehr.
 

Biographien


Margret Rasfeld, geb. 1951, ist Leiterin der Ev. Gemeinschaftsschule Berlin-Zentrum und Initiatorin zahlreicher pädagogischer Modellprojekte. Sie wird oft als innovativste Schulleiterin Deutschlands bezeichnet und wirkt als Beraterin in zahlreichen Einrichtungen zu grundlegenden Bildungsinnovationen. 2011 wurde sie in den Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin zu „Wie werden wir lernen?“ berufen. Sie ist Mitinitiatorin des Education Innovation Lab der Humboldt-Viadrina School of Governance und Mitglied des Club of Marrakesh.

Peter Spiegel, geb. 1953, ist Initiator und Leiter des Berliner Genisis Institute for Social Impact Strategies und des Vision Summit sowie Autor und Herausgeber von 20 Sachbüchern. Er ist Senior Fellow an der Humboldt-Viadrina School of Governance und Initiator des dort 2011 ins Leben gerufenen Education Innovation Lab. Er war Generalsekretär des Club of Budapest und des Global Economic Network und ist heute Political Affairs Director des Senats der Wirtschaft sowie Mitglied im Club of Marrakesh, einem internationalen Vordenkerclub.

Dr. Mark Speich ist seit Mai 2008 Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland sowie seit August 2011 Geschäftsführer des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation. Vor dem Wechsel zu Vodafone Deutschland leitete er die Planungsgruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Von 1999 bis 2005 war er in verantwortlicher Position für die Herbert-Quandt-Stiftung der ALTANA AG in Bad Homburg vor der Höhe tätig, zuletzt als Leiter des Bereichs „Gesellschaft und Politik“ sowie des Berliner Büros der Stiftung. In den Jahren 1997 und 1998 war er persönlicher Referent des Rektors der Universität Bonn. Seine berufliche Laufbahn begann im Büro für Politische Beratung des CDU-Generalsekretärs im Bonner Konrad-Adenauer-Haus. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Staatsrecht in Bonn und Cambridge und wurde bei dem Bonner Zeithistoriker Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz promoviert. Mark Speich ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Roman R. Rüdiger, geb. 1966, ist seit 2005 Geschäftsführender Vorstand des buddY E.V. in Düsseldorf. Er ist zudem Gründungsmitglied des Vereins. Als gelernter Diplom-Sozialpädagoge und Sozialmanager arbeitete er viele Jahre als Geschäftsführer, Projekt- und Abteilungsleiter in Jugend- und Wohlfahrtsverbänden. Vor seiner Tätigkeit beim buddY e.V. war er von 2000 - 2005 Leiter des zentralen Projektmanagements und Bereichsleiter der Jugendförderung der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf. Von 1994 - 2000 war er als Geschäftsführer im Bezirksjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Niederrhein tätig. Im Dienste der Wissenschaft ist er als Dozent für Sozialpädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf, an der Technischen Universität Dortmund in der Lehrerausbildung sowie an der FU Berlin tätig. Zu seinen weiteren Aktivitäten zählen die Mitgliedschaft im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf von 1990 bis 2007 - beim Jugendring Düsseldorf hatte er zunächst das Amt des Vorstands, später des Vorsitzenden inne.

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http://2010dev.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/167.html
<![CDATA[Act for Impact – Das mit 50.000 Euro dotierte Förderprogramm der Vodafone Stiftung Deutschland und der Social Entrepreneurship Akademie ist gestartet]]> Junge Gründungen aus den Bereichen Bildung oder Integration können sich ab sofort unter www.seakademie.de für das neue Förderprogramm „Act for Impact“ bewerben

Düsseldorf / München, 2. April 2012: Mit dem Ziel, unternehmerisches Denken mit sozialem Handeln in Einklang zu bringen, vereinen die Vodafone Stiftung Deutschland und die Social Entrepreneurship Akademie ihre Kompetenzen und rufen gemeinsam das Förderprogramm für Gründer mit Verantwortung „Act for Impact“ ins Leben.
 
„Act for Impact“ ist ein Förderprogramm für soziale Gründungen aus den Bereichen Bildung und Integration, das mit einem Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro ausgezeichnet wird. Im Rahmen von Act for Impact werden zwei Preise verliehen: der mit 10.000 Euro dotierte Publikumspreis und der mit 40.000 Euro dotierte Förderpreis. Zudem werden die Gewinner Teil der exklusiven Gründerförderung der Social Entrepreneurship Akademie.

Das Förderprogramm richtet sich an gesellschaftlich verantwortungsvolle Startups in der Gründungsphase oder bis maximal drei Jahre nach der Gründung, die innovative Lösungsansätze zu Herausforderungen in den Bereichen Bildung oder Integration bieten. Ihre Idee sollte zu einer Verbesserung der sozialen Mobilität von Kindern, Jugendlichen oder junge Erwachsenen aus sozial benachteiligten Familien in Deutschland beitragen. Soziales und gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum bildet die Schnittstelle zwischen klassischen gewinnorientierten Unternehmen und spendenfinanzierten sozialen Organisationen. Soziale Gründungen richten ihren Fokus auf die gesellschaftliche Innovation und möchten diese mit Hilfe eines profitablen Geschäftsmodells erreichen. Dabei stellen soziale Gründungen im Bildungssektor einen wichtigen Impuls zur Verbesserung der sozialen Mobilität in Deutschland dar, da sie bestehende Defizite gezielt adressieren und ihnen mit einem innovativen unternehmerischen Geist begegnen. „Wir sehen enormes Potential sozialer Gründungen im Bildungsbereich, allerdings auch die Schwierigkeiten für Sozialunternehmer, eine ausreichende Startfinanzierung zu erhalten.“, so Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Act for Impact hat sich daher zum Ziel gesetzt, soziale Gründungen, die sich der Lösung sozialer Herausforderungen im Bereich Bildung und Integration verschrieben haben, finanziell und ideell zu unterstützen.

Finale um das „Act for Impact“ Förderprogramm am 4. Juli 2012 an der Hochschule München.

Die fünf vielversprechendsten sozialen Gründungen werden von der Vodafone Stiftung Deutschland und der Social Entrepreneurship Akademie ausgewählt und zum Finale am 4. Juli 2012 nach München eingeladen. Jedes der fünf Finalteams hat die Chance sich und seine gesellschaftliche Innovation zur Verbesserung der Bildung und Integration in Deutschland vor der namhaften Jury vorzustellen und sich in der anschließenden Q&A Session zu behaupten. Am Ende des Events kürt die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Vodafone Stiftung Deutschland, der Social Entrepreneurship Akademie und einem weiteren Experten, den Gewinner des mit 40.000 Euro dotierten Förderpreises.

Da die schnelle Erreichung eines hohen Bekanntheitsgrades essentiell für den Erfolg einer sozialen Gründung ist, wird der Gewinner des Publikumspreises öffentlichkeitswirksam über ein Facebook-Voting ausgewählt. Der Publikumspreis wird ebenfalls im Rahmen des Act for Impact Finales verliehen.

Neben der finanziellen Unterstützung durch den Publikumspreis und den Förderpreis werden die Gewinnerteams zudem in die exklusive Gründungsförderung der Social Entrepreneurship Akademie aufgenommen. Diese Förderung beinhaltet professionelle Beratung und Begleitung während der Gründung, Rat bei Rechtsfragen sowie ein großes Netzwerk an Experten aus dem Bereich Social Entrepreneurship.

Bewerben können sich Startups noch bis zum 20. Mai 2012 unter www.seakademie.de


Die Vodafone Deutschland Stiftung Deutschland und die Social Entrepreneurship Akademie freuen sich, durch das neue Förderprogramm einen Beitrag zur Umsetzung gesellschaftlicher Innovationen im Bereich Bildung und Integration in Deutschland leisten zu dürfen.

Vodafone Stiftung Deutschland

Die Vodafone Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und Mitglied einer weltweiten Stiftungsfamilie. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie als gesellschaftspolitischer Thinktank Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das Förderprofil steht unter dem Leitmotiv "Erkennen. Fördern. Bewegen." und konzentriert sich auf den Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität.

Pressekontakt:
Danyal Alaybeyoglu
Vodafone Stiftung Deutschland gemeinnützige GmbH
Am Seestern 1
D-40547 Düsseldorf
Telefon +49 211 533-6786
E-Mail: danyal.alaybeyoglu@vodafone.com

Social Entrepreneurship Akademie

Die Social Entrepreneurship Akademie - www.seakademie.de - wurde 2010 als Netzwerkorganisation der vier Münchner Hochschulen und deren Entrepreneurship Centern gegründet. Förderer der Akademie sind u.a. Falk F. Strascheg, Bernd Wendeln, die BMW Stiftung Herbert Quandt, BonVenture, die Stiftung Mercator, der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft sowie die Vodafone Stiftung.

Pressekontakt:
Jens Bosse Parra
Social Entrepreneurship Akademie
c/o LMU Entrepreneurship Center
Giselastraße 10
D-80797 München
presse@seakademie.de
Telefon +49 2180 6945

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http://2010dev.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/166.html
<![CDATA[Gemeinsam beschlossene Regeln werden leichter akzeptiert]]> Köniz in der Schweiz/Düsseldorf, 02. April 2012 – Heute wurden fünf Schüler des Schweizer Landorf Köniz – Schlössli Kehrsatz, Zentrum für Sozial- und Heilpädagogik, geehrt, die sich als BuddYs (engl. für Kumpel, Freund) engagieren. BuddYs, das sind Schüler, die gegenseitig Verantwortung leben. Mit dem Landorf Köniz startete das aus Deutschland stammende buddY-Programm im Sinne einer „offenen Ressource“ im Jahr 2010 erstmals auch in der Schweiz. Als „Peacemaker-BuddYs“ machen die BuddYs aus Köniz ihrem Namen alle Ehre: Sie setzen sich für ein friedliches Klima und ein respektvolles Miteinander ein. Die Preisträger erhielten vom buddY E.V. Urkunden und buddY-Pullover. Die Auszeichnung „buddY-Projekt des Monats“ wird in Deutschland regelmäßig bundesweit durch den buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland vergeben.

Bevor es die Peacemaker-BuddYs im Landorf gab,  kam es hier häufiger zu Streitereien und Missverständnissen. Doch seit die BuddYs „im Einsatz“ sind, geht es deutlich friedvoller zu. „Auf dem Pausenhof ist es ruhiger geworden“, berichtet die fünfzehnjährige Romina, eine der BuddYs. „Die Schülerinnen und Schüler haben mehr Respekt voreinander. Es hat sich eigentlich sehr viel verändert.“ Die BuddYs gehören zu einer Gruppe von rund 35 Kindern und Jugendlichen, die im Landorf Köniz in einer Wohngruppe leben und dort die interne Sonderschule besuchen.

buddY-Tätigkeit verhilft Schülern zu mehr Sozialkompetenz

Evelyn Kiefer, eine der buddY-Coaches, freut sich über das kooperative Zusammenwirken der Schüler und die positiven Veränderungen, die sie mit ihrem Engagement erzielen. Es herrscht „ein allgemein friedlicheres Klima und es gibt mehr konstruktive, verbale Klärungen von Konflikten.“ Durch ihr selbständiges Handeln haben die Schüler „mehr Selbstvertrauen in ihre eigenen Stärken erlangt“, so Kiefer. Die Lösungen, die die Peacemaker-BuddYs und die Schüler entwickeln, „werden gerne akzeptiert, da sie gemeinsam gefunden und beschlossen wurden.“ Diese Tatsache kommt auch bei den anderen Lehrern im Landorf gut an. Denn sie werden bei Konflikten immer seltener hinzugezogen.

Engagement reicht über die Grenzen des Klassenzimmers hinaus

Der buddY-Gedanke hat in Köniz so viel Gutes bewirkt, dass er sich von der großen Pause in der Schule, bereits auf die Bereiche der Wohngruppen ausgeweitet hat und nun auch dort gelebt wird. Peacemaker-BuddY Cheyenne freut sich: „Es gibt nun viel weniger Missverständnisse. Die Kinder fühlen sich mehr verstanden.“ Und Romina resümiert abschließend den Erfolg der BuddYs: „Hier in der Schule wird es immer ruhiger. Am Anfang hatten die Peacemaker einiges zu tun. Heute ist es schon viel weniger.“

Hintergrund


Das buddY-Programm – Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.
 
Das Ziel des buddY-Programms („buddy“ = englisch für Kumpel) ist es, dass Schule nicht nur reine Wissensvermittlung leistet, sondern eine zentrale Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungs-Kompetenzen ist, die Schüler für ihr Leben brauchen. Schüler übernehmen als BuddYs in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

buddY E.V. – Forum Neue Lernkultur

Der buddY E.V. mit Sitz in Düsseldorf wurde 2005 gegründet und ist Träger der Programme buddY und familY. Präsidentin des Vereins ist Frau Prof. Dr. Rita  Süssmuth. Das Ziel ist es, mit den beiden Programmen Menschen zu verantwortlichem Handeln und aktiver gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Um dies zu erreichen, bedarf es einer veränderten Lernkultur in Schulen und Familien, die die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Im buddY-Programm für soziales Lernen – 1999 initiiert von der Vodafone Stiftung Deutschland – bestimmen Schüler gleichberechtigt das Schulleben mit. Das familY-Programm will Familien erstmals in ihrer Bedeutung als zentrale Bildungseinrichtung stärken. (www.buddy-ev.de)

Vodafone Stiftung Deutschland
 
Die Vodafone Stiftung Deutschland ist Initiator und Hauptförderer des buddY-Programms in Deutschland und unterstützt die Umsetzung des Programms jährlich mit einer Summe von rund 1 Million Euro. Dabei fördert die Stiftung gemeinsam mit dem buddY E.V. die Etablierung nachhaltiger Strukturen für das buddY-Programm. Darüber hinaus ist die Vodafone Stiftung eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und Mitglied einer weltweiten Stiftungsfamilie. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie als gesellschaftspolitischer Thinktank Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das Förderprofil steht unter dem Leitmotiv "Erkennen. Fördern. Bewegen." und konzentriert sich auf den Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität. (www.vodafone-stiftung.de)
 

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http://2010dev.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/165.html
<![CDATA[Niedersächsisches Kultusministerium und buddY E.V. verlängern Kooperation]]> Der Niedersächsische Kultusminister, Dr. Bernd Althusmann, und der geschäftsführende Vorstand des buddY E.V., Roman R. Rüdiger, haben die Fortführung des buddY-Programms in Niedersachsen besiegelt: Beide verlängerten mit ihrer Unterschrift eine seit sechs Jahren bestehende Kooperation um mindestens weitere zwei Jahre. Ab 1. April 2012 wird das buddY-Programm, das von der Vodafone Stiftung Deutschland bundesweit gefördert wird, an den rund 130 teilnehmenden niedersächsischen Schulen fortgeführt und zugleich auf weitere Schulen ausgedehnt. In insgesamt sechs Bundesländern gestaltet der buddY E.V., der sich als Forum für Neue Lernkultur versteht, inzwischen als fester Partner der Schulministerien die Bildungslandschaft mit. Mehr als 1.000 Schulen haben bundesweit ein buddY-Training absolviert.

Hannover/Düsseldorf, 30. März 2012: Das buddY-Programm rückt Schüler und ihre Bedarfe in den Mittelpunkt von Schule. Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.“ entwickeln Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern buddY-Projekte, die ein neues Rollen- und Haltungsverständnis aller Beteiligter nach sich ziehen und nachhaltig positive Auswirkungen auf das Schulklima haben. Ziel des Programms ist es, Schülern möglichst vielfältige Räume für selbstständiges Lernen und eigenmotiviertes Handeln zu eröffnen. Parallel möchte es Lehrer befähigen, die individuellen Potenziale der Schüler zu unterstützen und zu stärken. Der Ansatz fördert die kognitiven Fähigkeiten der Heranwachsenden gleichermaßen wie die sozialen und emotionalen.

„Kinder sollen an Schule teilhaben, das ist das Anliegen des buddY-Programms. Das befürworten wir sehr. Wir haben es von Anfang an als Landesprogramm in ganz Niedersachsen eingeführt und wollen es nicht nur fortsetzen sondern auch weiterhin ausdehnen“, begrüßt Dr. Bernd Althusmann die verlängerte Zusammenarbeit mit dem buddY E.V. „Die Erfahrungen mit buddY zeigen: wenn man Kinder in ihren Fähigkeiten bestätigt, hat das viele positive Effekte. Vor allem entwickeln sie selbständig Lösungen für die Herausforderungen des Schulalltags.“

„Seit 2005 fördern wir buddY in Niedersachsen“, sagt Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. „Es nachhaltig zu verankern, ist uns sehr wichtig, denn schließlich ist es ein Programm mit dem Lehrer Schülern Türen öffnen – mit erwiesener Maßen positiven Effekten für Schule, für Schüler aber auch für die Gesellschaft.“

Mehr als 400 Pädagogen haben bereits ein Training zum buddY-Coach absolviert. Es befähigt sie dazu, die Haltung eines Lernbegleiters für die BuddY-Schüler einzunehmen. Insgesamt mehr als 2.500 BuddYs (engl. für Kumpel) engagieren sich zurzeit in über 300 Praxisprojekten, die kooperative Ansätze im Rahmen der Peergroup-Education oder des Peer-Helpings verfolgen. An die jetzt vereinbarte Kooperation schließt sich im Mai 2012 eine Ausschreibung für weitere interessierte Grundschulen und Sekundarstufen an, die das buddY-Programm einführen möchten. (Weitere Informationen im niedersächsischen Schulverwaltungsblatt und unter www.buddy-ev.de)
 

Hintergrund


Das buddY-Programm – Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.
Das Ziel des buddY-Programms („buddy“ = englisch für Kumpel) ist es, dass Schule nicht nur reine Wissensvermittlung leistet, sondern eine zentrale Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungskompetenzen ist, die Schüler für ihr Leben brauchen. Schüler übernehmen als BuddYs in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit gestärkt. In Niedersachsen ist das buddY-Programm in Kooperation mit dem Kultusministerium seit 2005 offizielles Landesprogramm für weiterführende Schulen. Als erstes Bundesland führte Niedersachsen in 2010 das buddY-Programm auch an Grundschulen ein. Insgesamt beteiligen sich rund 130 niedersächsische Grund- und weiterführende Schulen.

buddY E.V. – Forum Neue Lernkultur
Der buddY E.V. mit Sitz in Düsseldorf wurde 2005 gegründet. Seine Präsidentin ist Prof. Dr. Rita Süssmuth. Das Ziel des Vereins ist es, mit seinen beiden Programmen die Kompetenzen und Potenziale von Jugendlichen und Kindern zu fördern. Um dies zu erreichen, bedarf es einer veränderten Lernkultur in Schulen und Familien, die die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Im buddY-Programm für soziales Lernen agieren Schüler gleichberechtigt und bestimmen das Schulleben entscheidend mit. Das familY-Programm will Familien erstmals in ihrer Funktion als zentrale Bildungsinstitution stärken.  (www.buddy-ev.de)

Vodafone Stiftung Deutschland
 
Die Vodafone Stiftung Deutschland ist Initiator und Hauptförderer des buddY-Programms und unterstützt die Umsetzung des Programms jährlich mit einer Summe von rund 1 Million Euro. Dabei fördert die Stiftung gemeinsam mit dem buddY E.V. die Etablierung nachhaltiger Strukturen für das buddY-Programm. Darüber hinaus ist die Vodafone Stiftung eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und Mitglied einer weltweiten Stiftungsfamilie. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie als gesellschaftspolitischer Thinktank Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das Förderprofil steht unter dem Leitmotiv "Erkennen. Fördern. Bewegen." und konzentriert sich auf den Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität. (www.vodafone-stiftung.de)
 

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http://2010dev.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/164.html
<![CDATA[Kristina Schröder: "Vodafone-Stipendiaten zeigen, dass Bildung sich lohnt"]]> Berlin, 5.3.2012. Die Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind heute (Montag) Thema eines Gesprächs der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Programms „Vodafone Chancen“ heute in Berlin.

Die 37 Studierenden haben sich gemeinsam mit engagierten Schülerinnen und Schülern von Berliner Schulen auf einem Wochenendseminar mit dem Thema Vorbilder und ihre Bedeutung für den Bildungs- und Lebensweg insbesondere für junge Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt. Die dabei entstandenen Filme, Fotos und Wortbeiträge, haben sie heute der Bundesfamilienministerin präsentiert.

„Wir wissen, dass Bildungserfolge in Deutschland noch zu stark von der sozialen Herkunft beeinflusst werden“, sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristine Schröder, anlässlich des Treffens. „Es darf aber keine Rolle spielen, woher jemand kommt oder welche Sprache er mit seinen Eltern spricht und wie der familiäre Hintergrund aussieht. Alle Kinder verdienen faire Chancen auf gute Bildung, Entwicklungsperspektiven und Aufstiegschancen. Die Stipendiaten der Vodafone Stiftung Deutschland setzen mit ihrem Erfolg ein wertvolles Signal, dass Bildung sich lohnt. Die Stipendiaten können außerdem Vorbild für die Jüngeren sein. Solche Vorbilder sind wichtig, denn sie helfen, eigene Ziele zu setzen und nicht gleich aufzugeben, wenn es einmal Schwierigkeiten gibt.“

Die Studierenden sind teilweise als Kinder oder Jugendliche zugewandert, teilweise in Deutschland geboren. Das Vollstipendium der Vodafone Stiftung ermöglicht ihnen das Studium an einer Spitzenuniversität in Deutschland. Mit dem Programm „Vodafone Chancen“ eröffnet die Vodafone Stiftung Deutschland jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die in der Bundesrepublik leben und arbeiten wollen, neue Bildungschancen. Dabei bietet sie das bundesweit einzige Vollstipendienprogramm für Studierende mit Zuwanderungsgeschichte an privaten Hochschulen an, darunter etwa die Bucerius Law School Hamburg oder die WHU Otto Beisheim School of Management. Unter dem Leitmotiv „Integration durch Bildung“ werden die Stipendiaten sowohl finanziell als auch ideell, unter anderem durch Mentoren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie durch Seminare und Auslandspraktika unterstützt und individuell gefördert.

„Wir wollen benachteiligte Kinder und Jugendliche so umfassend fördern, dass ihnen tatsächlich alle Türen offenstehen“, sagte Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland. „Gerade für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte ist es besonders wichtig, sich an Vorbildern in unserer Gesellschaft orientieren zu können. Der Medienworkshop hat ihnen den Raum geboten, sich in Form einer ‚Rechercheexpedition’ mit den Fragen zu dem Thema ‚Wer sind heute noch Vorbilder’ und ‚Was ist Vorbildlichkeit in unserer Gesellschaft?’ auseinandersetzen.“

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchen Berliner Schulen, die Teil der gemeinnützigen Bildungsinitiative Teach First Deutschland sind. Diese Initiative fördert die Schulbildung von Schülerinnen und Schülern mit schwierigen Startbedingungen, indem so genannte Fellows für zwei Jahre an Schulen eingesetzt werden. Fellows sind persönlich und fachlich herausragende Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Fächer, die für zwei Jahre, als zusätzliche Lehrkräfte auf Zeit, die Kapazitäten von Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen erhöhen. Außerhalb des Unterrichts engagieren sich die Fellows an der Schule in Arbeitsgruppen, führen Exkursionen mit ihren Schülerinnen und Schülern durch, gründen und betreuen Schülerfirmen oder sind Ansprechpartner bei Problemen und Herausforderungen.

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http://2010dev.vodafone-stiftung.de/presseinfomodul/detail/163.html
<![CDATA[Gemeinsames Kochen stärkt Schülerzusammenhalt]]> Lehrte/Düsseldorf, 06. März 2012 – Heute wurden zwölf Schüler aus den Jahrgängen acht bis zehn der Lehrter Realschule geehrt, die sich als BuddYs (engl. für Kumpel, Freund) engagieren. Sie treffen sich immer mittwochs mit 16 jüngeren Mitschülern zum „internationalen Kochstudio“. Durch das gegenseitige Helfen der Schüler untereinander beim gemeinsamen Kochen (Peer-Helping-Konzept) lernen sich die Schüler besser kennen und entwickeln wichtige soziale Kompe-tenzen, wie mehr Verständnis füreinander. Die Preisträger erhielten vom buddY E.V. Urkunden und buddY-Pullover. Die Auszeichnung „buddY-Projekt des Monats“ wird regelmäßig bundesweit durch den buddY E.V. und die Vodafone Stiftung Deutschland vergeben.
Ob türkisches Börek, asiatische Frühlingsrollen oder italienische Minestrone: Beim buddY-Projekt „internationales Kochstudio“ schwingen die BuddYs und ihre jüngeren Mitschüler fleißig die Kochlöffel. „Das innovative Projekt ist ein gelungenes Beispiel für ein miteinander Lernen, in diesem Fall sogar mit kulinarischer Kreativität. Ich freue mich, dass dabei der Spaß nicht zu kurz kommt und zudem schmackhafte Köstlichkeiten entstehen“, sagt Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Die kochenden Kleingruppen sind so organisiert, dass die BuddYs gemeinsam mit den Jüngeren jeweils Rezepte durchsprechen, anfallende Arbeiten planen und diese einteilen. Dann geht‘s los: Es wird geschnippelt, gerührt und abgeschmeckt. Das Beste daran: Am Ende machen sich alle gemeinsam über das leckere „Resultat“ her. Selbstverständlich für die Köche ist, dass sie anschließend ganz ohne Murren, die Schulküche wieder herrichten.

Das Projekt erfreut sich größter Beliebtheit

Positive Effekte der wöchentlichen Kochtreffen sind, dass sich die Schüler näher kommen, dass Probleme in der Gruppe konstruktiv gelöst werden und vor allem, die BuddYs wachsen daran, Aufgaben zu koordinieren und ihre Gruppen zu leiten. buddY-Coach Angelika Spiekermann: „Aus meinen Beobachtungen lässt sich sagen, dass unser buddY-Projekt dazu beiträgt, dass große und kleine Schüler sowie Lehrer mehr Verständnis füreinander haben. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und offen.“ Das findet auch die 16-jährige Janin: „Es macht mir großen Spaß mit Kindern zu arbeiten. Ich kann sehen wie sie dazu lernen und sich weiterentwickeln. Es sind regelrechte Freundschaften entstanden.“

buddY-Coach erfährt spannende neue Lehrerrolle

Bereits seit 2007 betreut Frau Spiekermann das internationale Kochstudio. Sie setzt auf die Selb-ständigkeit der Jugendlichen und hält sich bei den Treffen bewusst im Hintergrund. Das Helfen von Schüler zu Schüler ist in vielen Fällen einfach wirkungsvoller als von Erwachsenem zu Schüler. Sie erläutert: „Für mich als Lehrerin ist es eine neue Erfahrung, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Meine Aufgaben als buddY-Coach sind fast nur organisatorische und aufsichtsführende. Die Rollen zwischen den BuddYs und mir sind klar definiert.“
Die Begeisterung aller Beteiligten bei den wöchentlichen Kochtreffen beweist, wie gut diese Rollenverteilung funktioniert.

Hintergrund


Das buddY-Programm – Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.
 
Das Ziel des buddY-Programms („buddy“ = englisch für Kumpel) ist es, dass Schule nicht nur reine Wissensvermitt-lung leistet, sondern eine zentrale Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungs-Kompetenzen ist, die Schüler für ihr Leben brauchen. Schüler übernehmen als BuddYs in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit gestärkt. In Niedersachsen ist das buddY-Programm in Kooperation mit dem Kultusministerium seit 2007 offizielles Landesprogramm für weiterführende Schulen. Als erstes Bundesland führte Niedersachsen in 2010 das buddY-Programm auch an Grundschulen ein. Insgesamt beteiligen sich rund 130 Grund- und weiterführende Schulen.

buddY E.V. – Forum Neue Lernkultur

Der buddY E.V. mit Sitz in Düsseldorf wurde 2005 gegründet und ist Träger der Programme buddY und familY. Präsi-dentin des Vereins ist Frau Prof. Dr. Rita  Süssmuth. Das Ziel ist es, mit den beiden Programmen Menschen zu verant-wortlichem Handeln und aktiver gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen. Um dies zu erreichen, bedarf es einer verän-derten Lernkultur in Schulen und Familien, die die Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Im buddY-Programm für soziales Lernen – 1999 initiiert von der Vodafone Stiftung Deutschland – bestimmen Schüler gleichberechtigt das Schulleben mit. Das familY-Programm will Familien erstmals in ihrer Bedeutung als zentrale Bildungseinrichtung stär-ken. (www.buddy-ev.de)

Vodafone Stiftung Deutschland
 
Die Vodafone Stiftung Deutschland ist Initiator und Hauptförderer des buddY-Programms und unterstützt die Umsetzung des Programms jährlich mit einer Summe von rund 1 Million Euro. Dabei fördert die Stiftung gemeinsam mit dem buddY E.V. die Etablierung nachhaltiger Strukturen für das buddY-Programm. Darüber hinaus ist die Vodafone Stiftung eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und Mitglied einer weltweiten Stiftungsfamilie. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie als gesellschaftspolitischer Thinktank Programme mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft anzustoßen und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Das Förderprofil steht unter dem Leitmotiv "Erkennen. Fördern. Bewegen." und konzentriert sich auf den Bereich Bildung, Integration und soziale Mobilität. (www.vodafone-stiftung.de)

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<![CDATA[Bildungsforscher Wilfried Bos in den Sachverständigenrat berufen]]> Wilfried Bos, Professor für Bildungsforschung und Qualitätssicherung an der Universität Dortmund, ist in den Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) berufen worden.

Berlin, 21. Februar 2012. „Mit Wilfried Bos gewinnt der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) einen ausgewiesenen Bildungsforscher, der zahl-reiche international vergleichende empirische Studien in Deutschland geleitet hat. Seine exzellente Forschungstätigkeit in Verbindung mit seinem tiefen Einblick in die Praxis wird für den Sachverständigenrat von großem Gewinn sein“, erklärt der SVR-Vorsitzende Prof. Dr. Klaus J. Bade. Prof. Bos leitet unter anderem die IGLU-Studien, die Lesefähigkeit und Leseverständnis von Grundschülern international vergleichen. Als Schulentwicklungsforscher berät Prof. Bos Bildungsverwaltungen der Bundesländer, Schulträger und Einzelschulen. Zudem befasst er sich seit vielen Jahren mit der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund.

Aus dem neunköpfigen, interdisziplinär besetzten Sachverständigenrat scheidet Prof. Dr. Werner Schiffauer aus. Er wird dem Sachverständigenrat noch bis zur Vorstellung des Jahresgutachtens 2012 im Mai als außerordentliches Mitglied angehören. „Wir danken Werner Schiffauer, der dem Sachverständigenrat seit seiner Gründung angehört hat, für sein Engagement, die hervorragende Zusammenarbeit und für seine wichtigen Impulse im Sachverständigenrat“, sagt Bade.

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat sich seit seiner Gründung Ende 2008 als unabhängiges Gremium zur kritischen Politikbegleitung etabliert, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet.

Den Lebenslauf von Prof. Dr. Wilfried Bos finden Sie auf der Internetseite www.svr-migration.de/Sachverständigenrat.

Über den Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören acht Stiftungen an. Neben der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung sind dies: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Körber-Stiftung, Vodafone Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Der Sachverständigenrat ist ein unab-hängiges und gemeinnütziges Beobachtungs-, Bewertungs- und Beratungsgremium, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden in einem Jahresbericht veröffentlicht.

Dem SVR gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Klaus J. Bade (Vorsitzender), Prof. Dr. Ursula Neumann (Stellv. Vorsitzende) sowie Prof. Dr. Gianni D’Amato, Prof. Dr. Thomas K. Bauer, Prof. Dr. Wilfried Bos, Prof. Dr. Heinz Faßmann, Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Prof. Dr. Christine Langenfeld, Prof. Dr. Ludger Pries, Prof. Dr. Werner Schiffauer.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de

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