AppCamps

App Camps bietet kostenlose Programmierkurse für Jugendliche und fördert damit ihre Medien-, Sozial-und Gestaltungskompetenzen unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund.

AppCamps ist der Gewinner des Act for Impact – Förderpreis für Gründer mit Verantwortung 2014.
Regelmäßige Updates über den Progress von App Camps im Rahmen der Act for Impact Förderung finden Sie hier.

Ihre Vision:

Coding is the new literacy-­deshalb braucht es Programmierangebote innerhalb und außerhalb von Schule. App Camps möchte allen Schülern zeigen, wie viel Spaß Programmieren macht. Damit wollen sie einen Beitrag zu einem innovativen und gerechten Bildungssystem leisten.

Ihre Strategie:
In App Workshop erlernen die Jugendlichen mithilfe des App Inventor, wie sie Apps für Android Geräte auf eine einfache Weise programmieren können. Die Schüler erwerben dabei ein grundlegendes Verständnis von Programmierung. Viele Jugendliche erfahren in den App Workshops zum ersten Mal, dass Programmieren kreative Teamarbeit bedeutet und viel Spaß macht und dass man eigene digitale Projekte entwickeln kann, ohne ein Mathegenie zu sein.

In den Kursen werden Begegnungen mit ‘echten’ Entwicklerinnen und Entwicklern geschaffen, die über ihre Berufsentscheidung und ihren Berufsalltag berichten. App Camps organisiert Abschlusspräsentationen, in denen Schüler ihren Freunden, Eltern und anderen Interessierten ihre Apps stolz präsentieren.

Da die Durchführung solcher Veranstaltungen sehr ressourcenintensiv ist und nur eine begrenzte Zahl an Schülern erreicht werden kann, möchte App Camps ihr Angebot schrittweise digitalisieren und die Lerninhalte online zur Verfügung stellen. 

Ihre Zielgruppe:
Die Kurse richten sich an Schüler zwischen 12 und 18 Jahren. In dieser Altersgruppe sind Smartphones und Notebooks bereits fest in den Alltag der meisten Jugendlichen integriert. Außerdem werden in Schulen ab dieser Altersstufe erste Berufsorientierungen und Praktika durchgeführt.

Ihre Motivation:
Der Mangel an qualifizierten IT--Fachkräften in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren verstärken, Programmierkenntnisse sind bereits heute eine wichtige Voraussetzung für viele Berufe. In Schulen startet das Fach Informatik frühestens in der Mittelstufe, an vielen Schulen wird Informatik überhaupt nicht angeboten. Im Internet gibt es zwar eine Vielzahl an Ressourcen, um selbstständig programmieren zu lernen. Diese sind oft in englischer Sprache, erfordern also hohe Eigenmotivation und enorme Selbstdisziplin von den Lernenden. Für Kinder und Jugendliche sind sie daher eher nicht geeignet. Vielen Schülern fehlen deshalb wichtige Kenntnisse, die für die eigene Berufswahl und die Arbeitswelt heute zentral sind. Davon sind vor allem Schüler aus bildungsfernen Schichten betroffen. Das lässt sich z.B. in Hamburg beobachten: Informatik als Pflichtfach wurde 2013 in Stadtteilschulen abgeschafft. In einigen Schulen wird im Rahmen von AGs oder fächerübergreifenden Projekten (z.B. Hamburger Medienpass) versucht, diese Lücke zu schließen. Diese Angebote decken jedoch nur einen kleinen und wenig kreativen Ausschnitt der Informatik ab. An Schulen in sozialen Brennpunkten finden sich solche Initiativen nur vereinzelt. Kreative und teamorientierte Programmierkurse gibt es an Schulen in Deutschland bisher nicht.

Die Gründer:
Philipp Knodel (Bildungsforscher), Dr. Diana Knodel (Informatikerin)

Weitere Informationen finden Sie unter www.appcamps.de