03. September 2025
#SpotlightOnEdTechs
Innovation in der digitalen Bildungslandschaft

„Digitale Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe an einer digitalen Welt“, kommentiert unser Geschäftsführer Matthias Graf von Kielmansegg die Relevanz von EdTechs für die deutsche Bildungslandschaft. „EdTechs können wie kaum andere Innovationen im Bildungsbereich, vor allem im Bereich der digitalen Bildung, vorantreiben.“
Aber was genau sind eigentlich EdTechs?
Diese Frage wollen wir in den kommenden Wochen beantworten, indem wir in die Welt von Start-Ups eintauchen, die sich – genau wie wir bei der Vodafone Stiftung Deutschland – mit digitaler Bildung auseinandersetzen und eine besondere Leidenschaft für Bildung und Innovationen im Bildungssektor haben.
Mit unserer Beitragsserie #SpotlightOnEdTechs stellen wir ausgewählte Jungunternehmen vor, die sich für die Förderung von Innovation im deutschen Bildungssystem einsetzen.
Wir möchten aufzeigen, welche positiven Einflüsse diese Unternehmen auf das Bildungswesen in Deutschland haben können. Dabei hat jeder der Ansätze das Potenzial, die Bildung in Deutschland nachhaltig zu verbessern und zu bereichern.
Also: Vorhang auf und #Spotlight an!
Heute stellen wir paddy vor:

Stellt euch bitte in drei Sätzen vor! Welche Bildungsbereiche oder Lernziele spricht euer Unternehmen an?
paddy ist eine AI-native Plattform, die Lehrkräfte im gesamten Unterrichtsprozess unterstützt – von der Planung über die Durchführung bis zur Nachbereitung. Wir richten uns an Lehrkräfte aller Schulformen im deutschsprachigen Raum, die trotz Zeitdruck individualisiert fördern und modernen Unterricht gestalten möchten. Unser Fokus liegt auf echter Entlastung im Alltag, differenziertem Material und einem klaren Überblick über den Lernstand der Schüler:innen.
Was motiviert euch und in welcher Entwicklungsphase befindet sich euer EdTech momentan?
Wir sind mit paddy angetreten, um Lehrkräften die Arbeit zu erleichtern, weil wir selbst aus Lehrerfamilien kommen und den Druck im Bildungssystem von klein auf erlebt haben. Nach über 100 Schulen, 12.500 Nutzer:innen und der erfolgreichen Pre-Seed-Runde mit Top-Investoren wie dem HTGF befinden wir uns jetzt in der Skalierungsphase. Wir arbeiten an nachhaltigem Wachstum, streben klaren Product-Market-Fit an und wollen paddy damit im Unterrichtsalltag dauerhaft verankern.
Welche Veränderung oder Verbesserung in der Bildungslandschaft möchtet ihr mit eurer Lösung bewirken?
Wir wollen eine Bildungslandschaft, in der Lehrkräfte wieder Zeit für das Wesentliche haben: guten Unterricht und individuelle Förderung. Mit paddy bauen wir ein System, das Überforderung reduziert, Qualität erhöht und digitale Bildung alltagstauglich macht. Unser Ziel ist, dass kein Kind die Schule verlässt, ohne auf die digitale Welt vorbereitet zu sein – dafür braucht es entlastete Lehrkräfte und intelligente Werkzeuge.
Welche Vorteile bietet eure Lösung im Vergleich zu traditionellen Bildungsmethoden? Welchen neuen Ansatz verfolgt ihr?
paddy ersetzt nicht den Unterricht, sondern den Werkzeugkoffer, den Lehrkräfte dafür brauchen – und macht ihn intelligent und einfach bedienbar. Statt mit zehn Tools parallel zu arbeiten, erledigen Lehrkräfte alles in einem zentralen Chat: differenziertes Material, Lernstandsanalysen, Förderpläne und mehr.
Das Team von paddy:

Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen in eurer Lösung und wie beeinflussen sie den Lernprozess?
Künstliche Intelligenz ist das Herzstück von paddy – nicht als Gimmick, sondern als echter Assistent im Schulalltag. Unsere KI-Plattform versteht Kontexte und generiert daraus passgenaue Materialien, Aufgaben oder Analysen. So wird der Lernprozess nicht nur effizienter, sondern vor allem individueller, nachvollziehbarer und handlungsorientierter gestaltet – bei minimalem Aufwand für die Lehrkraft.
Wie unterstützt ihr die Personalisierung des Lernens und die Anpassung an individuelle Bedürfnisse oder Lernstile?
paddy erkennt unterschiedliche Lernniveaus und erstellt automatisch differenzierte Aufgaben – vom Basiswissen bis zur Abiturvorbereitung. Lehrkräfte können individuelle Lernziele festlegen, Feedback auswerten und Schüler:innen gezielt mit Materialien oder Lerncoaches unterstützen. So wird Unterricht nicht nur gerecht, sondern aktiv auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt – ohne zusätzlichen Zeitaufwand.
Wie können Bildungseinrichtungen konkret von eurer Anwendung profitieren, um Herausforderungen und Aufgaben besser zu lösen?
paddy hilft Schulen, den steigenden Anforderungen im Alltag strukturiert zu begegnen – von der Unterrichtsplanung bis zur individuellen Förderung. Lehrkräfte sparen Zeit und erhalten bessere Übersicht über Lernstände. Gleichzeitig erfüllt paddy formale Anforderungen wie Datenschutzrichtlinien – und wird so zur echten Entlastung für Kollegium und Schulleitung.
Welche Herausforderungen seht ihr aktuell in der EdTech-Branche und wie geht ihr damit um?
Viele EdTechs scheitern daran, dass ihre Lösungen am Schulalltag vorbeigehen – zu komplex, zu generisch oder nicht datenschutzkonform. Gleichzeitig herrscht oft Skepsis gegenüber KI, besonders wenn sie nicht nachvollziehbar funktioniert. Wir setzen deshalb auf radikale Nutzerzentrierung, volle Transparenz und enge Zusammenarbeit mit Schulen und Trägern, weil nur Lösungen mit Vertrauen auch Wirkung entfalten.
Welche Unterstützung oder Ressourcen würden helfen, eure EdTech-Lösung weiterzuentwickeln und einen größeren Einfluss zu erzielen?
Um paddy bundesweit zu etablieren, braucht es neben Kapital vor allem strategische Partnerschaften mit Bildungsträgern, Ministerien und Fortbildungsnetzwerken. Auch der Zugang zu qualitätsgesicherten Lehrwerken und digitalen Infrastrukturen würde unsere Wirkung massiv beschleunigen.
Welche Pläne habt ihr für die Zukunft? Gibt es neue Funktionen oder Projekte, auf die wir gespannt sein können?
Mit paddy 2.0 haben wir den Grundstein für eine Plattform gelegt, die im Schulalltag ganzheitlich unterstützt – als smarter Co-Teacher. Langfristig sehen wir paddy als das System für zeitgemäßen Unterricht.
Über die Vodafone Stiftung Deutschland
Die Vodafone Stiftung setzt sich für gute Bildung in einer zunehmend digitalen Welt ein, die auf die individuellen Talente und Fähigkeiten der Schüler:innen eingeht und Lehrkräfte für einen digitalen Unterricht befähigt. Die Stiftung engagiert sich für die Vermittlung von 21st Century Skills und eine bessere Nutzung der digitalen Chancen, um Lehren und Lernen auf eine neue Stufe zu heben und mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Dazu unterstützen wir die innovativen Kräfte im Bildungswesen und arbeiten konstruktiv an strukturellen Reformen des Bildungssystems mit.www.vodafone-stiftung.de