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Ausgezeichnet Kinderrechte werden an der Wieschhofschule in Olfen gelebt.

27. Januar 2017

Ausgezeichnet! Kinderrechte werden an der Wieschhofschule in Olfen gelebt.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über­neh­men in vie­len Berei­chen eige­ne Ver­ant­wor­tung und ler­nen durch jahr­gangs­über­grei­fen­den Unter­richt sowohl mit­ein­an­der, als auch von­ein­an­der zu ler­nen. Leh­ren­de ver­tre­ten dabei die Rol­le von Lern­be­glei­tern und Lern­be­glei­te­rin­nen. Sie unter­stüt­zen und för­dern die Kin­der in ihrer Selbst­stän­dig­keit.  Der Wunsch des Leh­rer­kol­le­gi­ums, Kin­der gleich­sin­nig und pro­fes­sio­nell zu betei­li­gen, moti­vier­te die Schu­le 2015 dazu, am bud­dY-Pro­gramm Kin­der­rech­te teil­zu­neh­men. Die Wieschhof­schu­le wur­de heu­te für ihr Enga­ge­ment aus­ge­zeich­net. Die Ehrung des Titels „Aus­ge­zeich­net“ ver­gibt die Voda­fo­ne Stif­tung Deutsch­land zusam­men mit EDU­CA­TI­ON Y regel­mä­ßig bun­des­weit an beson­ders her­aus­ra­gen­de bud­dY-Schü­ler­pro­jek­te. In die­sem Fall erhiel­ten alle Akteu­re der Schu­le und auch die bud­dY-Streit­schlich­ter Urkun­den und einen Scheck über 350 Euro.

„An der Wieschhof­schu­le wird Kin­dern der Rücken gestärkt, ihr Selbst­be­wusst­sein gestützt und geför­dert. Sie erfah­ren, dass sie ihr Leben und auch ihre Zukunft inner­halb der Kin­der­rech­te selbst len­ken kön­nen. Die Wieschhof­schu­le ist ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel dafür, was es heißt, Kin­dern die Rech­te ein­zu­räu­men, die ihnen zuste­hen“, gra­tu­liert And­rea Zin­nen­lauf, Lei­te­rin des Pro­gramm­be­reichs Bil­dungs­pra­xis der Voda­fo­ne Stif­tung Deutsch­land.

„Es ist wich­tig, dass Kin­der ihre Rech­te ken­nen­ler­nen und bereits im Grund­schul­al­ter erfah­ren, dass damit auch Mög­lich­kei­ten gege­ben sind, sich zu enga­gie­ren.“

In jeder Klas­se wird am Anfang des Schul­jah­res ein Klas­sen­spre­cher mit Ver­tre­tung gewählt, die jeweils ein­mal im Monat am tagen­den Schü­ler­par­la­ment teil­neh­men. Dort dis­ku­tie­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Schul­lei­te­rin Petra Deu­ker über Pro­ble­me, aktu­el­le The­men und Wün­sche. Neben dem Schü­ler­par­la­ment haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten um den Schul­all­tag effek­tiv mit­zu­ge­stal­ten und sich ein­zu­brin­gen: Die Schu­le hat ver­schie­de­ne Pro­jek­te ent­wi­ckelt wie das Pro­jekt „Nein darf sein“, „Kon­flikt­fit“ oder auch die „Streit­schlich­ter AG“.  „Ich bin stolz Streit­schlich­ter zu sein, weil ich das Wis­sen auch zu Hau­se anwen­den kann“, sagt Mika (10 Jah­re).

„Die Kin­der füh­len sich durch das Aus­le­ben der Rech­te wert­voll und ern­st genom­men. Sie sind nicht ein Wesen über das Erwach­se­ne bedin­gungs­los ver­fü­gen kön­nen.“

„Die Aus­ein­an­der­set­zung mit den Kin­der­rech­ten hat mir eine neue Per­spek­ti­ve auf mei­ne beruf­li­che Auf­ga­be ver­mit­telt. Sie hat dazu geführt, dass ich mein Leh­rer­ver­hal­ten noch genau­er auf einen wert­schät­zen­den Umgang über­prü­fe und die Betei­li­gung der Kin­der an demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen in Unter­richt und Schu­le stär­ker unter­stüt­ze“, so Sabi­ne Schirk, Leh­re­rin an der Wieschhof­schu­le. Den Kin­dern wird von den Erwach­se­nen ein gro­ßes Maß an Ver­trau­en und Respekt ent­ge­gen­ge­bracht, sie kön­nen sich hier Gehör ver­schaf­fen. Die Wieschhof­schu­le ist dadurch zu einem Ort gewor­den, an dem sich die Kin­der wohl­füh­len und mit­ge­stal­ten wol­len und kön­nen. Die Kin­der waren unter ande­rem an der Mit­be­stim­mung von Umbau­maß­nah­men, Anschaf­fung neu­en Schul­mo­bi­li­ars und an der Aus­wahl von Lern­the­men betei­ligt. Dar­über hin­aus wur­de ihrem Wunsch nach eine Schul­hund nach­ge­kom­men – Flo­cke ist teil der Schu­le und beson­ders beliebt bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern.