1. September 2020

Corona-Stories: Junge Menschen werden für Berichterstattung zu Schicksalen der Krise ausgezeichnet

  • Vier Beiträge von Jugendlichen aus Halle (Saale), Solingen, Berlin und Hannover von der Initiative Klickwinkel mit Preisgeldern bis zu 500 Euro ausgezeichnet
  • Die Videos, Podcasts und Stories handeln von binationalen Beziehungen, dem Alltag von SchülerInnen, der Situation an Museen sowie persönlichen Begegnungen mit der Erkrankung
  • Klickwinkel ermutigte junge Menschen in den vergangenen Wochen, einen selbstproduzierten Beitrag zu einem durch die Corona-Krise geprägten Schicksal einzusenden

Berlin, 1. September 2020 – Die Corona-Krise hat das Leben vieler Menschen nachhaltig verändert. Um die Schicksale von Menschen sichtbar zu machen, die in besonderer Weise von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen waren, rief die Initiative Klickwinkel Jugendliche in den vergangenen Wochen dazu auf, in einem selbstgewählten, multimedialen Format über Menschen während der Krise zu berichten. Nun stehen die Preisträgerinnen und Preisträger fest: Vier Beiträge von fünf Schülerinnen und Schülern aus Halle (Saale), Solingen, Berlin und Hannover haben bei der Corona-Story von Klickwinkel eine Auszeichnung erhalten. Klickwinkel ist eine Initiative der Vodafone Stiftung Deutschland unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Der erste Platz in der Gesamtwertung geht an Carla M. aus Halle für ihre Instagram-Story zu binationalen Fernbeziehungen während der coronabedingten Reisebeschränkungen.

Die Schülerin berichtet über Lea aus Aschaffenburg und ihrem Verlobten Igor, der in Brasilien lebt. Beide können sich aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen nicht mehr besuchen – Ausnahmeregelungen galten zu diesem Zeitpunkt nur für verheiratete Paare. Der Beitrag zeigt, mit welchem Schicksal viele unverheiratete Paare in binationalen Fernbeziehungen während der Corona-Krise zu kämpfen haben. „Wenn wir über große Krisen und Veränderungen reden, verlieren wir oft den Einzelnen aus den Augen. Aber nur, wenn wir unseren Mitmenschen zuhören und ihren Sorgen und Problemen Aufmerksamkeit geben, kann ein gutes gesellschaftliches Miteinander entstehen“, sagt Nachwuchsjournalistin Carla über ihre Motivation zur Teilnahme an der Corona-Story. Zum Beitrag.

Mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung werden Paul K. und Jakob M. für ihr Video zum herausfordernden Alltag von Schülerinnen und Schülern in der Krise ausgezeichnet.

Im Gespräch mit der Berliner Gymnasiastin Melissa zeigen Paul und Jakob auf, mit welchen Herausforderungen Schülerinnen und Schüler in Zeiten der Covid-19-Pandemie konfrontiert sind: Kein eigenes Zimmer, ein langsamer Laptop, die Betreuung jüngerer Geschwister – es wird deutlich, dass das Lernen Zuhause und damit der Zugang zu Bildung nicht für jeden problemlos möglich war. Zum Beitrag.

Platz drei teilen sich Maximilian M. aus Solingen und Claudia T. aus Hannover.

Claudia spricht in ihrem Podcast mit zwei Interviewpartnerinnen, die über ihre Arbeit in einem Labor oder erkrankte Familienmitglieder in Kontakt mit dem Virus kamen, über die Auswirkungen der Erkrankung – und fragt nach dem persönlichen Umgang mit der Situation. Zum Beitrag. Ein ganz anderes Thema nimmt sich Maximilian vor: In seinem Videobeitrag interviewt er den Direktor und die Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste in Solingen zur Situation von Museen in der Corona-Krise. Um Künstlerinnen und Künstler in der Krise zu unterstützen, entwickelten sie ein neues Ausstellungskonzept und produzieren Podcasts zu den Kunstwerken. Zum Beitrag.

Die „Corona-Story“

Vom 19. Mai bis zum 31. Juli 2020 waren Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren dazu aufgerufen, ihre „Corona-Stories“ einzureichen. Die Teilnehmenden sollten die Geschichten einer oder mehrerer betroffener Personen darstellen, Fakten, Meinungen und Hintergrundinformationen zum Schicksal recherchieren sowie Lösungsansätze oder mögliche Unterstützung formulieren. Ob Instagram-Story, Mini-Podcast oder klassischer Videobeitrag: Beim Format der „Corona-Story“ hatten die Teilnehmenden jede Freiheit. Zu gewinnen gab es Preisgelder von bis zu 500 Euro sowie Equipment zum Filmen mit dem Smartphone.

Die von der Vodafone Stiftung Deutschland ins Leben gerufene Initiative Klickwinkel wendet sich mit ihrem Videowettbewerb, der im Herbst in eine neue Runde geht, gegen Desinformation und Hasskommentare und setzt sich für die Förderung einer offenen und vielfältigen Meinungsbildung im Internet ein. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. Kooperationspartner sind zudem die HAW Hamburg, Teach First Deutschland und ZEIT für die Schule.

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