17. Mai 2011

Familie schafft Chancen

Warum das Zuhause für den Bildungserfolg entscheidend ist und wie Eltern bei der Lernbegleitung ihrer Kinder gestärkt werden können.

Eine Expertise von Anne Sliwka und Susanne Frank. Mit einem Kommentar von Klaus Hurrelmann.

Dass die Familie einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildungsbiografie hat, ist lange bekannt. 2001 bestätigte PISA noch einmal: Der Bildungserfolg eines Kindes ist zu zwei Dritteln häuslichen Bemühungen und Entscheidungen zuzuschreiben. Die Kompetenzen, eigenständige Entscheidungen zu treffen, ein Bewusstsein für eigene Stärken und Interessen zu entwickeln und ein gelingendes Leben in Bezug auf ökonomisches Auskommen, Gesundheit und sozialer Teilhabe zu führen, können nicht ausschließlich unterrichtlich vermittelt werden, sondern gedeihen idealerweise in einem gesunden, anregenden und unterstützenden Familienkreis.

Die aktuellen Erkenntnisse zur Bedeutung der Familie für den Bildungserfolg der Kinder fasst die Expertise von Prof. Dr. Anne Sliwka und Susanne Frank von der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg zusammen. Die beiden Wissenschaftlerinnen geben darin Anregungen, wie Eltern bei der Lernbegleitung ihrer Kinder gestärkt werden können. Sie arbeiteten unter anderem heraus, dass selbstgesteuertes Lernen die Bildungschancen verstärkt und wie Erziehungsstile die Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs beeinflussen. Die Expertise zeigt zudem auf, dass Lernmotivation ein zentraler und notwendiger Motivator für Bildungserwerb ist, welche wiederum durch die Eltern und deren Verhaltensmuster beeinflusst wird. Deutlich wird auch, wie sich neben der physischen Gesundheit auch die Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse – eigene Kompetenz und Wirksamkeit, Autonomieerfahrung und Selbstbestimmung, Dazugehörigkeit und Eingebundensein – auf die Bildungsbiografie auswirkt.

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